Allgemeine Hinweise

Grundsätzlich ist für die Ausbildung zum Justizberichterstatter wie für die Journalismus-Ausbildung allgemein kein vorausgehendes Studium erforderlich. Da die Chancen faktisch aber sehr schlecht stehen, ohne Studium ein Volontariat zu ergattern, empfiehlt sich für diesen Schwerpunkt ein Jurastudium. Im beruflichen Alltag sollten die angehenden Journalisten nämlich bereits alle wichtigen juristischen Fachbegriffe und den Ablauf eines Prozesses kennen, um in der Justizberichterstattung erfolgreich arbeiten zu können.

Ist eine Spezialisierung erforderlich?

Auch wenn sie im beruflichen Alltag hauptsächlich mit Strafsachen und Steuerrecht konfrontiert werden, ist eine Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet weder erforderlich noch möglich. Denn während des Grundstudiums werden in der Theorie alle Bereiche vom Bürgerlichen Gesetzbuch über die Zivilprozessordnung und das Verwaltungsverfahrensgesetz bis hin zur Strafprozessordnung abgedeckt.

Jurastudenten, die anschließend in den Journalismus wechseln wollen, schließen das Studium mit dem ersten Staatsexamen ab. Das zweite Staatsexamen ist nicht zwingend erforderlich, weil dieses lediglich den Abschluss des zweijährigen Referendariats darstellt, in dessen Verlauf die angehenden Juristen auf ihren späteren Beruf vorbereitet werden. Allerdings beinhaltet das erste Staatsexamen seit 2003 eine sogenannte Schwerpunkbereichsprüfung. Diese macht von der Gewichtung her 30 Prozent der Gesamtnote aus und wird anders als die Pflichtfachprüfung direkt an der Universität abgeleistet. Die angehenden Justizberichterstatter können sich dadurch bereits auf ein bestimmtes Rechtsgebiet spezialisieren.

Ist der Beruf auch mit einem anderen Studienfach möglich?

Ebenso wie Juristen im Journalismus für andere Ressorts arbeiten können, ist auch für Studenten anderer Fachrichtungen der Zugang zur Justizberichterstattung möglich. Diese sollten sich allerdings grundsätzlich für rechtliche Themen interessieren und sich privat fortbilden. Während der Ausbildung müssen auch angehende Fachjournalisten ohnehin mehrere Ressorts durchlaufen.

Eine Alternative: weitere Vorlesungen besuchen

Als Alternative können angehende Justizberichterstatter auch direkt Journalistik, Kommunikationswissenschaften oder Publizistik studieren und im Rahmen ihres Studiums Vorlesungen und Lehrveranstaltungen aus den Rechtswissenschaften besuchen, um mit den dort erworbenen Scheinen ihr Fachwissen zu belegen. Diese Variante bedeutet jedoch einen sehr hohen Zeitaufwand für die Studenten. Allerdings besteht beispielsweise beim Institut für Journalistik der Technischen Universität Dortmund für die Studenten die Möglichkeit, sich im Rahmen der Journalistenausbildung juristisches Fachwissen anzueignen. Das Institut hat eine eigene Professur für diesen Bereich eingerichtet. Der Schwerpunkt in Forschung und Lehre liegt in den Bereichen Medienrecht, Internetrecht, Telekommunikationsrecht sowie Rechts- und Justizberichterstattung.


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Portrait Justizberichterstattung

 

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Allgemeine Übersicht zu Ausbildungsmöglichkeiten

Ausbildungsmöglichkeiten für Justizberichterstatter

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