Qualitätskriterien

Für den Auto-/Motorjournalismus gelten prinzipiell dieselben Grundsätze wie für den Journalismus allgemein. Objektivität und Neutralität sollten als oberste Maxime der Fachjournalisten gelten. Für den Laien ist es jedoch nur schwer zu erkennen, ob die Berichte tatsächlich nach journalistischen Kriterien erstellt wurden oder ob die Journalisten zu sehr in den PR abgleiten, etwa indem sie negative Aspekte in ihren Berichten weglassen. Am deutlichsten lässt sich guter von schlechtem Journalismus in diesem Bereich bei Testberichten unterscheiden, wo neben positiven auch negative Aspekte berücksichtigt werden und sich anhand wichtiger Kennzahlen wie dem Spritverbrauch die Modelle verschiedener Hersteller direkt miteinander vergleichen lassen.

Das macht Qualitätsjournalismus im Auto-/Motorjournalismus schwierig

Gerade im Bereich Auto-/Motorjournalismus bedeutet die Berichterstattung einen schwierigen Spagat. Denn bis zu einem gewissen Grad sind Journalisten, die hochkarätig berichten wollen, vom Wohlwollen der Veranstalter und Hersteller abhängig. So sind die Pressekarten für exklusive Events üblicherweise streng limitiert. Journalisten, die mit einer zu negativen Berichterstattung auffallen, werden kurzerhand von den Einladungslisten gestrichen und haben dadurch keine Chance mehr darauf, Informationen aus erster Hand zu bekommen. Leisten können sich dieses Verhalten natürlich auch nur die Veranstalter von absoluten Weltklasse-Events wie etwa der Formel 1, bei welchen das Interesse der Mediennutzer so groß ist, dass sich kein Medium einen Verzicht auf die Berichterstattung leisten kann.

Fachjournalisten werden hofiert

Die Hersteller versuchen ebenfalls, Einfluss auf die Berichterstattung zu nehmen. Sie präsentieren wichtige neue Modelle an exklusiven Orten und übernehmen natürlich auch die Kosten für Anreise und Unterkunft der Journalisten. Im Gegenzug erwarten sie dafür zumindest eine wohlwollende Berichterstattung. Franz Danner, der vor dem Kölner Landgericht wegen Veruntreuung verurteilte Pressechef des japanischen Autoherstellers Mazda bezifferte die Kosten pro Journalist für einen Presse-Event auf einen Betrag zwischen 3.000 und 5.000 Euro, wofür im Gegenzug ein Media-Gegenwert von 15.000 Euro oder mehr erwartet werde.


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