Historie

Der Auto-/Motorjournalismus ist untrennbar mit der Entwicklung des Automobils verbunden. Die frühen Entwicklungen des Autos erfolgten noch weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit, weil sich die breite Masse ohnehin kein Auto leisten konnte. Das öffentliche Interesse für diese neue Technologie erwachte gegen Ende der 1880er Jahre, als die Autobauer begannen, mit aufsehenerregenden Aktionen auf sich aufmerksam zu machen. So ging Bertha Benz 1888 in die Geschichte des Automobils ein, als sie Anfang August erstmals eine Strecke von mehr als 100 Kilometern in einem Auto zurücklegte.

In den folgenden Jahren ging es den Herstellern vor allem darum, neue Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Den ersten Rekord stellte Gaston de Chasseloup-Laubat 1898 mit einem Tempo von 63,14 Kilometer pro Stunde in einem Elektroauto auf. Etwa zur gleichen Zeit schlug auch die Stunde des Motorsports. Die Wettfahrten, die sich die Besitzer von Autos lieferten, sorgten ebenfalls für ein großes Interesse an dieser technischen Entwicklung. Auf den schlechten Straßenverhältnissen galten damals Rennen von Autofahrern mit Radfahrern, Reitern und Eisenbahnen als besonders spektakulär und öffentlichkeitswirksam.

Der Auto-/Motorjournalismus erreicht die breite Masse

Spätestens nachdem durch die Einführung der Fließbandproduktion durch Henry Ford, konnten sich auch einfache Angestellte und Arbeiter das Luxusgut Auto leisten. Und genau an diese Zielgruppe richtete sich der Auto-/Motorjournalismus der ersten Jahre. Informationen zum Auto und seinen Möglichkeiten standen eher im Hintergrund. Vielmehr nahmen die Journalisten das Auto als Aufhänger, um über alles Mögliche zu berichten. Allgemein gelten deshalb die ersten Jahre des Auto-/Motorjournalismus als eine Art goldenes Zeitalter dieses Fachbereichs. Einen legendären Ruf erwarb sich etwa der deutsche Journalist Fritz B. Busch, der für das Magazin "auto motor und sport" die Kolumne "Autos für Männer, die Pfeife rauchen" schrieb. Er stellte darin vor allem die Menschen hinter dem Lenkrad und ihre Eigenheiten in den Vordergrund.

Im Lauf der Jahre hat sich der Auto-/Motorjournalismus dahin entwickelt, die Neuheiten der Autohersteller in den Vordergrund zu rücken. Angesichts sinkender Auflagenzahlen der etablierten Medien und harter Konkurrenz durch Online-Medien hat das in erster Linie wirtschaftliche Gründe, weil Autohersteller, Händler und Werkstätten wichtige Anzeigenkunden sind, die einen erheblichen Anteil an der Finanzierung der Medien schultern. Für die Journalisten hingegen bedeutet diese Entwicklung einen oft nicht einfachen Spagat zwischen Neutralität und PR. Denn einerseits sollen sie kritisch und möglichst neutral sein, andererseits aber auch nicht so kritisch berichten, dass ihr Medium möglicherweise wichtige Inserenten verliert.

Ein weiterer Trend, der sich in den vergangenen Jahren entwickelt hat, besteht darin, dass Auto-/Motorjournalisten vor allem im Hinblick auf ihre Zielgruppe berichten. Medien, die sich etwa auf den Sektor Fahrzeugtuning spezialisiert haben, berichten folglich nicht unbedingt über die Neuheiten der großen Autohersteller.


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