Berichterstattungsgegenstände

Obwohl es kaum ein Medium gibt, das den Auto-/Motorjournalismus nicht berücksichtigt, existiert dafür kein eigenes Ressort. Der Grund: Beim Auto-/Motorjournalismus handelt es sich um das klassische Betätigungsfeld von Fach- oder Special-Interest-Journalisten, die ein fundiertes Hintergrundwissen zum Thema Auto, Motorrad, Motorsport und Technik mitbringen sollten. Deshalb arbeiten Journalisten, die sich auf Auto-/Motorjournalismus spezialisiert haben, in erster Linie für Fachmedien oder als Freelancer, die bei Bedarf Publikumsmedien mit Berichten und Reportagen versorgen.

Themen der Berichterstattung

Die meisten Mediennutzer verbinden den Auto-/Motorjournalismus in erster Linie mit Berichten über die aktuelle Modellpalette der Autohersteller, die vor allem bei der Internationalen Automobil Ausstellung vorgestellt werden, sowie mit Tipps und Serviceberichten zur Umrüstung des Autos im Frühling und im Herbst. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Berichterstattung in Tageszeitungen und Fernsehmagazinen zu den entsprechenden Terminen von diesem Themenspektrum dominiert wird.

Doch der Auto-/Motorjournalismus ist sehr viel breiter gefasst. Die eigentliche Aufgabe des Fachjournalisten besteht darin, die aktuellen Entwicklungen objektiv und kritisch zu beleuchten. Neben technischen Aspekten, Service und den neuen Modellen der Auto- und Motorradhersteller umfasst der Bereich noch zahlreiche weitere Aspekte. Dazu gehören rechtliche Fragen, etwa das richtige Verhalten nach einem Unfall und die aktuelle Rechtsprechung aus diesem Bereich, aber auch umweltgerechte Mobilität oder Verkehrspolitik. Die in Deutschland oft diskutierte Einführung einer Pkw-Maut ist beispielsweise durchaus auch das Thema der Fachjournalisten.

Ressortübergreifende Spezialisten

Auch wenn das Gros der Berichte aus dem Auto-/Motorjournalismus von Fachmedien oder im Serviceteil der Tageszeitungen veröffentlicht wird, arbeiten die Journalisten hier durchaus ressortübergreifend. Denn neben der Verkehrspolitik sollten sie auch die wirtschaftliche Entwicklung und Trends der Branche im Auge behalten. Treten beispielsweise in der Modellpalette eines Herstellers gehäuft Mängel auf, deutet das massiv auf Versäumnisse in der Vergangenheit hin. Selbst wenn noch nichts an die Öffentlichkeit gedrungen ist, kämpft der Hersteller möglicherweise schon seit längerem mit wirtschaftlichen Problemen oder könnte bald in eine Schieflage geraten.

In den vergangenen Jahren standen etwa die Hersteller Ford, Opel und Mercedes Benz wegen Qualitätsproblemen beziehungsweise Sicherheitsproblemen, die etwa durch den sogenannten Elchtest bekannt wurden, auch im Blickfeld von Wirtschaftsjournalisten. Auch Porsche und VW beherrschten 2008 über Wochen hinweg die Schlagzeilen der deutschen Presselandschaft, als der damalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking in einem spektakulären Coup den sehr viel größeren VW-Konzern übernehmen wollte und mit diesem Vorhaben nicht minder spektakulär scheiterte.

Neben den Ressorts Politik und Wirtschaft ist auch der Sport ein klassisches Betätigungsfeld für Auto- und Motorjournalisten. Zwar werden die Themen aus dem Fachbereich oft auch von den jeweiligen Ressortkollegen bearbeitet. Während das technische Fachwissen in den Ressorts Politik oder Wirtschaft nicht allzu sehr ins Gewicht fällt, merkt der Leser bei der Formel 1 oder anderen wichtigen Rennserien sehr wohl, ob es sich beim Berichterstatter um einen Experten handelt oder nicht. Dieser kann nicht nur aus dem Stegreif wichtige Eckdaten über Fahrer und Fahrzeuge nennen, sondern kennt meist auch zahlreiche Anekdoten aus den vergangenen Saisonen. Der Unterschied zwischen Laien und Experten wird vor allem bei der Liveberichterstattung deutlich.


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