Bedeutung

Die Bedeutung der Auslandsberichterstattung

In den Printmedien spielt die Auslandsberichterstattung im redaktionellen Alltag eher eine untergeordnete Rolle. Eigene Auslandsbüros unterhalten lediglich überregionale Zeitungen, die großen Wert auf eine fundierte Berichterstattung legen. Dazu gehören Zeitungen wie die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt oder die taz. Auslandsbüros in nennenswertem Umfang unterhalten außerdem die großen Nachrichtenmagazine wie Spiegel, Focus und Stern. Spitzenreiter ist hier der Spiegel mit rund 20 Auslandsbüros.

Auslandsberichterstattung: eine Domäne des Fernsehens

Vor allem bei tagesaktuellen Ereignissen wollen die Zuschauer auch die passenden Bilder sehen. Deshalb gilt die Auslandsberichterstattung vor allem als eine Domäne der Fernsehsender, die von den weltweiten Brennpunkten berichten. Die meisten Auslandsbüros, nämlich 47 unterhält der Nachrichtensender CNN, der die Zuschauer weltweit mit News versorgt.

Auf dem deutschen Markt unterhalten die öffentlich-rechtlichen Sender das dichteste Korrespondentennetz. Weltweit vertreten sind die ARD mit 25 eigenen Studios beziehungsweise das ZDF mit 18 Studios. Die meisten Büros werden übrigens in den europäischen Hauptstädten unterhalten, wobei ein Auslandsbüro meist für mehrere Länder zuständig ist. So erfolgt die Berichterstattung aus Irland etwa aus dem Londoner Büro, auch für ganz Osteuropa ist meist ein einzelnes Büro zuständig. In anderen Regionen der Welt sind die Auslandsbüros für noch größere Regionen zuständig. Ganz Südamerika wird beispielsweise für das ZDF von Rio de Janeiro aus abgedeckt.

Die Privatsender kaufen lieber Beiträge

Bei den Privatsendern engagiert sich die RTL Group mit acht Vertretungen und eigenen Korrespondenten am stärksten in der Auslandsberichterstattung. Die ProSiebenSat.1 Media AG unterhält lediglich Büros in Washington, Rom und Jerusalem. Falls es erforderlich ist, werden für die Berichterstattung eigene Teams in die jeweilige Region geschickt.

Ein Grund für dieses relativ dünne Netz ist der Aufwand. Denn um tagesaktuell und effektiv arbeiten zu können, müssen die Auslandsbüros mit modernster Technik ausgestattet sein. Zudem besteht ein Fernsehteam in der Regel aus vier Mann: Neben dem Korrespondenten und dem Kameramann sind auch ein Techniker und ein Cutter im Einsatz. Teams, die für den Printbereich arbeiten, bestehen dagegen lediglich aus dem Korrespondenten und einem Fotografen. Auch der technische Aufwand ist hier ungleich geringer.


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Portrait Auslandsberichterstattung

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