Zum Internationalen Tag der Pressefreiheit Viele Aktionen, Debatten und Diskussionen.

Kürzlich wurde im Rahmen einer Studie bekannt, dass die Hälfte aller Jugendlichen es nicht für wichtig hält, sich über aktuelle Ereignisse zu informieren. Da passt es ganz gut, dass heute zum „ Internationalen Tag der Pressefreiheit“ bundesweit zahlreiche Aktionen an Schulen geplant sind.

In Werkstattgesprächen diskutieren Journalisten mit Schülern darüber, was freie und unzensierte Berichterstattung bedeutet, informieren über die Gefahren durch Fake-News und Hassbotschaften und beantworten Fragen zu ihrer Arbeit. Das Angebot richtet sich an alle Klassen ab der Jahrgangsstufe 9. aller Schulformen. In diesem Jahr sind u.a. namhafte Journalisten mit dabei wie Caren Miosga, Ingo Zamperoni (ARD- Tagesthemen), Marietta Slomka, Claus Kleber (heute journal), Giovanni di Lorenzo (ZEIT und „3nach9“), Georg Mascolo (Rechercheverbund SZ, WDR, NDR), Steffen Klussmann (Spiegel), Alexandra Föderl-Schmidt (Süddeutsche Zeitung). Sowie viele, vor allem bei Jüngeren, bekannte Namen wie Constantin Schreiber (Tagesschau), Mirko Drotschmann („Mr.Wissen2go“) und Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin).

Die Werkstattgespräche werden getragen von der Initiative „Journalismus macht Schule“, die Koordination in den jeweiligen Bundesländern übernehmen die jeweiligen Landesmedienanstalten.

Im Rahmen des „Internationalen Tages der Pressefreiheit“ startet auch die „Woche der Meinungsfreiheit“ des Börsenvereins. In dieser Woche finden zahlreiche Aktionen, Debatten, Diskussionen, Präsentationen, Performances und vieles mehr – im On- und Offline-Format statt – hier alle Veranstaltungen.

Im aktuellen Ranking zur Pressefreiheit von unserer Partnerorganisation „Reporter ohne Grenzen“ (ROG) belegt Deutschland den 13. Platz und verschlechtert sich um zwei Ränge. Der Grund: Im vergangenen Jahr zählte ROG in Deutschland 65 gewalttätige Angriffe auf Medienschaffende. Die Zahl hat sich im Vergleich zu 2019 verfünffacht. Michael Rediske, Vorstandssprecher von ROG, erklärt: „Aufgrund der vielen Übergriffe auf Corona-Demonstrationen mussten wir die Lage der Pressefreiheit in Deutschland von ‚gut‘ auf nur noch ‚zufriedenstellend‘ herabstufen: ein deutliches Alarmsignal.“

Der Internationale Tag der Pressefreiheit wurde 1993 von der UN-Generalversammlung auf Vorschlag der UNESCO ausgerufen. Er erinnert an die Förderung einer unabhängigen und pluralistischen Presse und mahnt die Verletzung von Informations- und Freiheitsrechten weltweit an.

Laut BDZV gibt es in Deutschland 323 Tagezeitungen, 23 Wochenzeitungen und 6 Sonntagszeitungen. Im Bereich der Fachmedien listet die Deutsche Fachpresse 5.627 Fachtitel für den deutschen Markt. Die Bundesrepublik hat dem Verband der Deutschen Zeitschriftenverleger zufolge die weltweit vielfältigste Presse. Einzigartig sind zudem die 100.000 Verkaufsstellen für Presseprodukte.

© DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG