Was sind die größten Herausforderungen für den Journalismus? Der „State of Media Report 2021“ liefert Antworten.

Im aktuellen „State of the Media Report 2021 Deutschland“ nennen fast ein Drittel (31,4 Prozent) der befragten Journalist:innen sinkende Werbeeinnahmen und Auflagenzahlen als die größte Herausforderung im Journalismus. Weitere Herausforderungen sind der Personalbestand und Ressourcen (15,7 Prozent) und anhaltende Diskussionen um Fake News (15,2).

Mehr als die Hälfte (54,6 Prozent) der befragten Journalist:innen ist der Ansicht, dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien gesunken ist. Dieser Wert ist im Vergleich zum Vorjahr fast identisch. Dass das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Medien zugenommen hat, finden hingegen 11,8 Prozent der Befragten. Dies entspricht einem Anstieg von sechs Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Die bevorzugteste Form von Unternehmen und PR-Agenturen informiert zu werden ist laut Report die Pressemitteilung – für 81,5 Prozent der Journalist:innen ist diese die wichtigste Form der Informationsvermittlung. Am zweithäufigsten (74,7 Prozent) wurden Forschungsberichte genannt.

An Bedeutung gewinnen für Journalist:innen verstärkt Zielgruppendaten und Ergebnisse von Social Listening. 57,4 Prozent stimmten in der Befragung (voll) zu, dass die Verfügbarkeit detaillierter Zielgruppendaten (Seitenaufrufe, Engagement oder demografische Daten) die Art beeinflussen, wie sie Inhalte bewerten. Dies entspricht einem Zuwachs von vier Prozent im Vergleich zu 2020.  Jede:r zweite Journalist:in gab an, dass Erfolg von Leser- und Besucherzahlen abhängt.

Insgesamt haben 223 Journalist:innen aus Deutschland an der Befragung zwischen 1. Februar und 1. März 2021 teilgenommen.

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