Studie: Wissenschaftler:innen kommunizieren zu wenig Meist genannter Grund ist die Zeit.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist die Wissenschaftskommunikation verstärkt in den Fokus gerückt. Neben der Politik bestimmen insbesondre Virologen die öffentliche Debatte. Doch wie ist es um die Wissenschaftskommunikation allgemein bestellt? Die Initiative „Wissenschaft im Dialog“ des Deutsche Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung und des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation haben hierzu knapp 6.000 Wissenschaftler:innen befragt. Die Ergebnisse zeigen auf, dass das Potenzial der Wissenschaftskommunikation zur Generierung von Aufmerksamkeit zu wenig bedient wird.

Drei Viertel der Befragten gaben an, sich eher zu wenig im Bereich Wissenschaftskommunikation zu engagieren. Immerhin sucht ein Drittel der Forscher:innen demnach selbstständig nach der Gelegenheiten zur Wissenschaftskommunikation. 83 Prozent der Wissenschaftler:innen erklärten, für die Wissenschaftskommunikation keine Zeit zu haben. Auf die Frage, „wie würden Sie Ihr persönliches Verhalten in der Wissenschaftskommunikation am ehesten beschreiben“, gaben zwei Drittel an: „Ich nutze Gelegenheiten zur Wissenschaftskommunikation, wenn ich angefragt werde“. Lediglich elf Prozent erklärten, dass sie selbst Gelegenheit zur Wissenschaftskommunikation suchten – 24 Prozent gaben „sowohl als auch“ an. Social-Media-Kanäle werden von weniger als 20 Prozent der Wissenschaftler:innen zur Verbreitung wissenschaftskommunikativer Inhalte genutzt.

Die Ergebnisse der Studie sind hier abrufbar.

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