Studie: Vertrauen in Medien gestiegen Große Zustimmung für Corona-Berichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen.

Das Vertrauen der Menschen in Deutschland gegenüber den Medien ist im Krisenjahr 2020 gewachsen. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage unter etwa 1.000 Wahlberechtigten im September und Oktober von Infratest Dimap im Auftrag des WDR hervor. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt der Vertrauenszuwachs 6 Prozent, somit bewerten insgesamt 67 Prozent der Befragten das Medienangebot in Deutschland als glaubwürdig. Dieser Wert ist seit der erstmaligen Erhebung im Jahr 2015 der höchst gemessene. Am glaubwürdigsten unter den Medien sind öffentlich-rechtliche Radiosender (81 Prozent), öffentlich-rechtliche Fernsehsender (79 Prozent) sowie Tageszeitungen (74 Prozent). Am wenigsten glaubwürdig sind Social-Media-Plattformen sowie die Boulevardpresse.

Laut Umfrage bewerten zudem vier von fünf Befragten die Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks als „gut“ oder „sehr gut“. Was die Unabhängigkeit der Medien betrifft, gibt es Zweifel. So glaubt mehr als ein Drittel, dass es Vorgaben von Staat und Regierung für die Berichterstattung der Medien gibt. 60 Prozent glauben allerdings, dass Staat und Regierung keinen Einfluss auf die Berichterstattung haben, dieser Wert ist der höchste seit dem Beginn der jährlichen Studie.

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