Studie: Vertrauen in die Medien Ende 2020 gestiegen Immer mehr Menschen weisen Lügenpresse-Vorwurf zurück.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist das Medienvertrauen der Deutschen gestiegen. 56 Prozent der Befragten bejahten die Aussage, „wenn es um wirklich wichtige Dinge geht – etwa Umweltprobleme, Gesundheitsgefahren, politische Skandale und Krisen – kann man den Medien vertrauen.“ In den Vorjahren lag dieser Wert noch bei 41 und 44 Prozent. Dass man den Medien „eher nicht“ oder „überhaupt nicht“ vertrauen könne, gaben 16 Prozent der Befragten an. Ambivalent („teils, teils“) äußerten sich 28 Prozent.

Großes Vertrauen in der Bevölkerung genießt die Corona-Berichterstattung der etablierten Medien – der Wert liegt bei 63 Prozent. Als nicht vertrauenswürdig beurteilen zwölf Prozent die Berichterstattung, in der Mitte ordnen sie 23 Prozent ein.

Inzwischen weisen zwei Drittel der Deutschen den „Lügenpresse-Vorwurf“ zurück – in der Langzeit-Befragung ist dies der bisher höchste Wert. Der Aussage, dass „die Medien mit der Politik Hand in Hand arbeiten, um die Meinung der Bevölkerung zu manipulieren“, stimmten 15 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahr (2019) sank der Wert um acht Prozent.

Insgesamt wurden 1.207 Bundesbürger im November und Dezember 2020 befragt. Die repräsentative Studie „Medienvertrauen“ wurde am Institut für Publizistik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am Institut für Sozialwissenschaften der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf durchgeführt.

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