Studie: User vertrauen Zeitungen am meisten Soziale Medien mit großem Glaubwürdigkeitsproblem.

Laut der aktuellen Studie „Dimensionen 2020 – Media & Me“ genießen Zeitungen bei der digital aktiven Bevölkerung das höchste Vertrauen unter den Medienangeboten. Die Studie weist sogenannte Vertrauenswerte als positive oder negative Vertrauenslücke (Trust Gap) aus. Der Indikator bildet sich, indem Prozentpunkte negativer Antworten auf die Vertrauensfrage von den Prozentpunkten der positiven Antworten abgezogen werden. In Bezug auf das Vertrauen gegenüber Zeitungstiteln liegt der Trust Gap bei Internetnutzern bei einem Wert von +27. Darauf folgen Hörfunkangebote (+26) und von Fernsehsendern verbreitete Informationen (+21). Den schlechtesten Wert erreichen die Sozialen Netzwerke mit einem Trust Gap von -38.

Der Studie zufolge gaben 34 Prozent der in Deutschland Befragten an, dass die Glaubwürdigkeit von Informationen in erster Linie mit der Medienmarke verknüpft ist, die sie verbreitet. Die Glaubwürdigkeit gleichermaßen an Medienmarken und den verantwortlichen Journalisten machen 23 Prozent der Befragten fest. Den für die Information verantwortlichen Journalisten halten 13 Prozent für ausschlaggebend.

Die Studie „Dimensionen 2020 – Media & Me“ wurde zwischen November 2019 und Februar 2020 zum ersten Mal in Deutschland von der Kantar Group durchgeführt. Insgesamt wurden 1.000 digital aktive Verbraucher zwischen 18 und 80 Jahren befragt. Da die Umfrage vor der Corona-Pandemie stattfand, gehen die Kantar-Experten davon aus, dass sich die in der Studie genannten Trends verstärkt haben.

Zu den Studienergebnissen gelangen Sie hier.

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