Pressefeindliche Vorfälle bei Demonstration in Berlin DFJV kritisiert Verhalten der Polizei.

Bei einer pro-palästinensischen Demonstration am letzten Wochenende in Berlin wurden volksverhetzende, antisemitische Parolen gerufen und Pressevertreter:innen durch Demoteilnehmende angegriffen, bedrängt, getreten und beleidigt. Ein Journalist wurde von der Polizei freiwillig aus der Demonstration begleitet und dabei antisemitisch beschimpft.

Die Demonstration sei insgesamt von „extremer Pressefeindlichkeit“ geprägt gewesen, berichtet etwa Belltower.News. Weiteren Medienberichten zufolge habe die Polizei betroffene Pressevertreter:innen zum Teil nicht ausreichend geschützt. Ein Video zeigt, wie diese Medienschaffende auf Betreiben eines Organisators der Versammlung verweist und sie weiter anhält, sich hinter den Demonstrationszug zu begeben. Der DFJV betont, dass die Polizei die freie Berichterstattung von Journalistinnen und Journalisten auf Demonstrationen sicherzustellen hat. Wir halten die Sicherheitsbehörden an, den Vorfall zu klären. Angesichts eines weiteren geplanten pro-palästinensischen Protests am heutigen Freitag in Berlin fordern wir die Polizei zudem auf, besonders auf die Sicherheit der anwesenden Pressevertreter:innen zu achten und sie bei ihrer Berufsausübung zu unterstützen.

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