Moritz Hürtgens „Der Boulevard des Schreckens“: von der aberwitzigen Recherchereise eines skrupellosen Jungjournalisten Neuer Fachjournalist-Beitrag.

Viele Journalistinnen und Journalisten träumen von der großen Story oder dem „Sensationsinterview“ wie die Autorin Carola Leitner in dieser Rezension festhält – aber was würden sie für ihre Karriere alles tun? Der Protagonist im Romandebüt von Titanic-Chefredakteur Moritz Hürtgen legt, seinen Aufstieg vor Augen, jedenfalls jede Menge Skrupellosigkeit an den Tag: Der Volontär bei einer Berliner Tageszeitung gibt bei einer Redaktionssitzung vor, einen angesagten Künstler aus Studienzeiten gut zu kennen –  und täuscht in der Folge ein Interview mit diesem vor. Der Auftakt einer Geschichte, die immer irrwitziger wird, zwischen Thriller und Satire changiert und nicht nur den Journalismusbetrieb gehörig aufs Korn nimmt. Ob dem Chef des legendären Satiremagazins sein Romanerstling gelungen ist und was die Lesenden in dem Buch sonst noch erwartet, lesen Sie in der Kritik im Fachjournalist.

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