Legida-Kundgebung: DFJV verurteilt Aufruf zu Gewalt gegen Journalisten Grenzen überschritten.

Der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) verurteilt die Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Legida-Demonstration am Montagabend in Leipzig aufs Schärfste. Bei der Berichterstattung über den Aufmarsch von Legida, dem Leipziger Ableger des fremdenfeindlichen Bündnisses Pegida aus Dresden, wurde die „MDR“-Reporterin Ine Dippmann tätlich angegriffen. Zudem rief die Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling bei ihrer Rede auf der Legida-Kundgebung mehr oder weniger unverhohlen zu Gewalt gegen Journalisten auf. Unter anderem forderte sie, „Eliten aus den Pressehäusern zu prügeln“.

„Die aggressive Grundstimmung gegenüber Journalisten, die bei Pegida-Kundgebungen seit längerer Zeit vorherrscht, stellt ein ernstzunehmendes Problem dar. Aber, dass nun ganz offen zu Gewalt gegenüber Journalisten aufgerufen wird, ist eine neue Ebene der Konfrontation, die absolut inakzeptabel ist. Hier muss die Justiz einschreiten“, so DFJV-Vorstand Christin Fink in Berlin.

Der DFJV begrüßt deshalb die mittlerweile eingegangene Strafanzeige gegen Tatjana Festerling und fordert die Staatsanwaltschaft auf, entsprechende Ermittlungen einzuleiten.

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