Jeder Fünfte fühlt sich getäuscht Umfrage zur Corona-Berichterstattung.

Bei einer aktuellen Umfrage des NDR-Medienmagazins „Zapp“ gaben 20 Prozent der Befragten an, dass Politik und Medien sie in der Corona-Krise täuschen wollten und die Pandemie bewusst schlimmer darstellen, als sie tatsächlich ist.

Insgesamt ist das Medienvertrauen derzeit hoch. 68 Prozent der befragten Bürger halten die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks über Corona für glaubwürdig. Es folgen Printmedien mit 42 Prozent, der Private Rundfunk mit 23 Prozent und Social Media Plattformen mit sieben Prozent. Tanjev Schultz, Professor für Journalismus an der Uni Mainz, sieht in den Ergebnissen der Umfrage einen Trend: „Die Umfrageergebnisse zeigen, dass es insgesamt ein relativ hohes Vertrauen der meisten Menschen gerade in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und seine Informationsangebote und auch in Zeitungen gibt. Dieses Vertrauen ist auch flächendeckend, über die Altersgruppen hinweg – und bröckelt ein wenig ab bei den jüngeren Menschen, die stärker auf Social Media Angebote setzen.“

Die Umfrage zeigt, wer Social Media Plattformen in der Corona-Berichterstattung als glaubwürdige Informationsanbieter wahrnimmt, neigt etwa doppelt so häufig (25 Prozent) zu Verschwörungstheorien. Bei Bundesbürgern, die beispielsweise den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als glaubwürdig einordnen sind dies 11 Prozent, bei Printmedien 13 Prozent.

Zu den Studienergebnissen gelangen Sie hier.

© DFJV Deutscher Fachjournalisten-Verband AG