Deutscher Reporter:innen-Preis 2021 vergeben Zwölf prämierte Reportagen, Essays und Multimedia-Projekte

Am 6. Dezember wurde im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung der Deutsche Reporter:innen-Preis 2021 in zwölf Kategorien verliehen. Für die „Beste Reportage“ wurde Nicola Meier ausgezeichnet. In „Über Bord“ berichtet sie wirkungsvoll über den Ablauf und die Folgen eines Bootsunglücks vor Lesbos im Jahr 2015, bei dem viele geflüchtete Menschen starben. Ein Team des investigativen Recherchezentrums CORRECTIV erhielt den Preis für die Arbeit „Kein Filter für Rechts“ in der Kategorie „Datenjournalismus“. Die Reporter:innen zeigen auf, wie junge Menschen auf Instagram von der rechten Szene rekrutiert werden, während die Plattform kaum dagegen vorgeht. Im Zuge der Recherchen hatten sie rund 4500 Instagram-Accounts analysiert, wie sie in der Arbeit berichten. In der Kategorie „Wissenschaftsreportage“ gewannen Vivian Pasquet und Martin Schlak mit dem Text „Die Welt-Impfung“. Darin erzählen sie, wie die Arbeit und der Einsatz von Menschen in verschiedenen Funktionen weltweit zusammenwirkten, um einen Impfstoff gegen das Coronavirus zu entwickeln – und das binnen kurzer Zeit. Die Preisträger:innen hätten „diese beispiellose Unternehmung nachgezeichnet – und eine beispielhafte Wissenschaftsreportage geschrieben“, heißt es dazu in den Begründungen der Jury.

Der deutsche Reporter:innenpreis wird vom Reporter:innen-Forum (das sich bis 2020 Reporter-Forum nannte) seit 2009 in unterschiedlichen Kategorien verliehen. Die in diesem Jahr ausgezeichneten Arbeiten können in einem Reader nachgelesen werden.

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