Jobbörsen

Vor allem für freie Journalisten sind Jobbörsen ein unverzichtbares Element, wenn sie wirtschaftlich erfolgreich arbeiten wollen. Der Grund: Hier werden auch kurzzeitige Aufträge und Projekte ausgeschrieben, die dem Journalisten möglicherweise die Chance bieten, einen langfristigen Auftraggeber zu bekommen. Auch für Journalisten, die auf der Suche nach einer Festanstellung sind, lohnt sich ein Blick in die Jobbörsen. Denn viele Medienunternehmen schreiben freie Jobs bevorzugt hier aus. Zudem bieten einige Börsen Journalisten die Möglichkeit, brancheninterne Kontakte zu knüpfen und sich so langfristig ein gutes Netzwerk aufzubauen.
 

Folgende Jobbörsen stehen zur Auswahl:

Newsroom

Das Portal Newsroom bietet den Usern mehr als nur eine Jobbörse für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Journalisten finden hier außerdem zahlreiche Nachrichten aus der Branche, Workshop-Angebote und eine Übersicht über Journalistenpreise. Darüber hinaus gibt es im Servicebereich Themenpläne für freie Journalisten.

Journalismusjobs

Journalismusjobs versteht sich als eine Plattform, in der Jobsuchende mit Arbeitgebern zusammenkommen können. Es handelt sich dabei um eine branchenbezogene Datenbank, deren Geschichte bis ins Jahr 1999 zurückreicht. Damals begannen die Gründer mit dem Aufbau einer Datenbank für Journalisten aus TV und Film. In der heutigen Form existiert Journalismusjobs seit dem Jahr 2003. Firmen, die bei Journalismusjobs registriert sind, können hier ihre Stellenangebote direkt aufgeben. Zusätzlich recherchiert das Team von Journalismusjobs täglich nach den aktuellen Jobs im gesamten deutschsprachigen Raum und veröffentlicht diese. Die Jobs werden verteilt auf die verschiedenen Berufsfelder angezeigt. Journalisten können hier kostenlos auf Jobsuche gehen.

Journalist

Bei Journalist handelt es sich um die Plattform des Magazins "Journalist", das vom Verlag Rommerskirchen herausgegeben wird. Dieser Verlag hat sich auf Publikationen aus der Welt der Medien und der Kommunikation spezialisiert und veröffentlicht im Karriereteil zahlreiche Jobs für Journalisten. Darüber hinaus finden die Leser auch einen Seminarkalender sowie eine Übersicht über aktuelle Stipendien und Journalistenpreise. Abgerundet wird das Angebot dieser Plattform durch redaktionelle Inhalte.

Kress

Auf dem Mediendienst Kress.de wird eine Vielzahl von Jobs aus dem journalistischen Umfeld angeboten. Weil die Jobangebote auf verschiedene Rubriken aufgeteilt sind, fällt dem Nutzer die Orientierung relativ leicht. Bei Kress.de, das bereits 1996 an den Start gegangen ist, handelte es sich um Deutschlands ältestes Fachangebot im Netz für die Medienbranche.

Weitere Stellenbörsen

Neben den genannten Fachplattformen gibt es noch eine Vielzahl weiterer Jobbörsen:
 

  • StepStone
  • Monster
  • Jobscout24
  • Xing Stellenmarkt
  • Absolventa
  • Jobbörse der Arbeitsagentur


Diese bieten den Jobsuchenden ein weitaus breiter gefächertes Angebot, darunter auch Jobs für Journalisten und PR-Fachleute. Interessant für Freelancer ist vor allem der Stellenmarkt von Xing, weil sie die Plattform außerdem nutzen können, um neue Kontakte zu knüpfen und über ihr Netzwerk an Aufträge zu kommen.
 

Der verdeckte Stellenmarkt: mit einem Netzwerk zum beruflichen Erfolg

Der verdeckte Stellenmarkt ist im Journalismus sogar weiter verbreitet, als es in anderen Branchen der Fall ist. Das bedeutet: Offene Stellen werden besetzt, ohne dass im Vorfeld eine Stellenanzeige geschaltet wurde. Möglich ist dies, weil die fest angestellten Journalisten sehr oft frühzeitig erfahren, wenn neue Stellen geschaffen werden oder Kollegen aus dem Unternehmen ausscheiden. Sie geben diese Informationen natürlich gerne an Kollegen weiter, die gerade auf Stellensuche sind. Diese Situation ist für Absolventen von Hochschulen oder Journalistenschulen augenscheinlich nicht gut, weil sie eben noch nicht über die entsprechenden Kontakte in der Branche verfügen. Das können sie mit der passenden Strategie ändern, wenn sie schon während des Studiums beginnen, sich ein Netzwerk aufzubauen.

 

Wie viele Stellen werden ausgeschrieben?

Das Institut für Arbeitsmarktforschung hat 2002 ermittelt, dass insgesamt nur 35 Prozent der freien Stellen an die zuständigen Arbeitsämter gemeldet werden. Noch geringer ist der Anteil derjenigen Stellen, für die ein Hochschulstudium notwendig ist. Vor allem Fach- und Führungskräfte werden bevorzugt über das Internet und Zeitungsanzeigen gesucht, sofern es überhaupt notwendig ist, die Stelle auszuschreiben. Einen Grund dafür nennt Personalberater Heiko Mell gegenüber Spiegel Online: Die Unternehmen wollen die Kosten für Inserate einsparen und versuchen deshalb zunächst, geeignete Kandidaten auf dem inoffiziellen Weg zu finden.
 

Angst vor der Datenflut

Bei anderen Firmen ist es hingegen die Angst davor, dass eine Vielzahl von Bewerbungen – auch von absolut ungeeigneten Kandidaten – eingeht, die natürlich auch gesichtet und bearbeitet werden müssen. Diese Firmen schreiben die freien Stellen lediglich in der firmeninternen Stellenbörse aus. Denn Bewerber, die sich wirklich für ein Unternehmen interessieren, suchen auch eher auf der Homepage nach Jobangeboten und passen letztlich auch vom persönlichen Profil her besser zur Stelle und zum Unternehmen. Die Folge: Während weniger Bewerbungen bei diesen Unternehmen eingehen, steigt umgekehrt die Qualifikation der Bewerber.
 

Ist der verdeckte Stellenmarkt ein neues Phänomen?

Beim verdeckten Stellenmarkt handelt es sich jedoch nicht um ein Phänomen, das sich nur in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit zeigt. Denn auch in den vergangenen Jahrzehnten, als ein Mangel an Fachkräften herrschte, war die Zahl der Stellen, die gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben wurde, um einiges höher als die Zahl der ausgeschriebenen Stellen. Ein Grund dafür liegt darin, dass Personalchefs lieber Mitarbeiter einstellen, die ihnen empfohlen wurden.

Der verdeckte Stellenmarkt ähnelt damit dem Prinzip, welches im Network-Marketing vorherrscht: Wird ein Produkt von einem Verbraucher aus der eigenen Erfahrung heraus empfohlen, erhält das Produkt dadurch einen höheren Wert und genießt ein höheres Ansehen bei anderen Verbrauchern. Denn während der Chef die Bewerbung eines Bekannten selbst liest, gehen anonyme Bewerbungen zunächst bei der Personalabteilung ein, werden hier gesichtet und bewertet. Hat der Chef hingegen eine Bewerbung bereits geprüft, ist das Okay der Personalabteilung meist nur noch eine Formsache.

"Damit verlieren auch schlechte Noten an Bedeutung", erläutert die Münchner Karriereberaterin Madeleine Leitner. Sie hält die Bewerbungsunterlagen ohnehin für eine reine Formalie. Statt Anschreiben und Lebenslauf permanent zu optimieren, empfiehlt sie stattdessen, persönliche Kontakte auf- und auszubauen.
 

Darum lohnen sich Praktika

Dies ist vor allem für Absolventen schwierig, die noch kein dichtes Netzwerk an Kontakten haben. Studenten sollten deshalb schon während des Studiums am Aufbau ihres Netzwerkes arbeiten. Dabei erweisen sich Praktika als äußerst nützlich, weil sie den Praktikanten neben dem praktischen Fachwissen eine Vielzahl an Kontakten bringen können.

Auch Online-Netzwerke wie Xing oder CAPup können beim gezielten Networking helfen. Dabei gilt für die Studenten, dass die späteren Karrierechancen umso höher sind, wenn sie viele Kontakte aus hohen Hierarchieebenen knüpfen. Das gilt auch im späteren Berufsleben: Beispielsweise legen Mitarbeiter, die mit ihrem Abteilungsleiter Mittagessen statt mit den direkten Kollegen, damit auch den Grundstein für den weiteren Erfolg. Natürlich sollte darunter aber der gute Draht zu den Kollegen nicht leiden. Mentoren in einem Unternehmen können Studenten auch durch ihre Diplomarbeit gewinnen, sofern diese von einer Firma betreut wird. Von derartigen Referenzen können Studenten ihr ganzes Berufsleben lang profitieren.
 

Was macht gutes Netzwerken aus?

Das Prinzip des gegenseitigen Gebens und Nehmens stellt für die Kommunikationstrainerin Gudrun Fey die Basis für erfolgreiches Netzwerken dar. Im ersten Schritt sollte der Betroffene anderen einen Gefallen tun, wobei es sich dabei durchaus um eine Kleinigkeit handeln kann.

Vor allem Studienanfänger sind sich oft nicht bewusst darüber, wie wichtig Beziehungen sein können. Wer nicht über die notwendigen Beziehungen verfügt, müsse mit Leistung punkten. So können den möglichen Arbeitgebern Projekte angeboten werden oder die Absolventen können auf Probe arbeiten und hier notfalls auch auf eine Vergütung verzichten.

Fachliches Know-how ist aber ohnehin unerlässlich, fehlt es, können auch die besten Beziehungen eine Weiterbeschäftigung nach der Probezeit nicht garantieren. Als ideale Kombination gelten also gute Leistungen in Verbindung mit guten Kontakten. Die Arbeitnehmer sollten jedoch auch nicht vergessen, sich gut zu verkaufen und berufliche Erfolge angemessen darzustellen.
 

So können Studenten und Absolventen ein Netzwerk an Kontakten aufbauen:

  • Alle Kontakte sollten vom ersten Semester an gesammelt werden: in Form von Visitenkarten, als Excel-Tabelle oder in anderen Datenbanken. Zu den wichtigen Notizen gehören Name, Adresse, Position und Erreichbarkeit.
  • Kontakte können insofern genutzt werden, indem alle Referenzen in die Jobsuche einbezogen werden.
  • Fürsprecher finden: das können Professoren sein, aber auch Vorsitzende von Vereinen.
  • Mit Referententätigkeiten, Praktika, Projektmitarbeiten und Ehrenämtern können sich die Absolventen nach außen hin sichtbar machen.
  • Bei interessanten Unternehmen lohnt sich das regelmäßige Beobachten von Webseiten und Mitarbeiterzeitungen.
  • Fachveranstaltungen, Kongresse und Messen stellen eine nahezu ideale Kontaktbörse dar.
  • Nach Möglichkeit mit Fachverantwortlichen ins Gespräch kommen – das kann zunächst auch in einem völlig unverbindlichen Rahmen geschehen.
  • Ungewöhnliche Wege machen das Gegenüber neugierig: Beispielsweise können die Absolventen von sich aus Projekte anbieten.

 


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