medium magazin-Umfrage: Arbeitsmarkt für Journalisten 2013

10.01.2013

Der Arbeitsmarkt für Journalisten wächst 2013 vor allem bei einigen Regionalzeitungen und im Privat-TV. ARD und ZDF müssen hingegen Stellen streichen. Dies hat eine Umfrage des "medium magazins" (Ausgabe 1/2013) bei knapp 60 Unternehmen ergeben.

 
Der Verlag der Würzburger "Main-Post" erklärte, 2013 die Zahl seiner Beschäftigten leicht steigern und zudem alle Volontäre übernehmen zu wollen. Auch der Münchner Zeitungs-Verlag, der etwa den "Münchner Merkur" und die "tz" herausgibt, steht aktuell vor keinen Kürzungen, ebenso die RTL-Gruppe und auch ProSiebenSat.1. Das vor einem Jahr gestartete "Wall Street Journal Deutschland" (Dow Jones) befinde sich im neuen Jahr "nach wie vor auf Wachstumskurs".
 
Während einige prominente Verlagsgruppen wie die SWMH ("Süddeutsche Zeitung", "Stuttgarter Zeitung/Nachrichten") und Madsack ("Hannoversche Allgemeine") für die nächsten Monate wiederum keine Prognose abgeben wollten, hielt unter anderem die Essener WAZ-Gruppe an den Sparplänen fest: "Die Entwicklung des deutschen Zeitungsmarktes zwingt uns genauso wie viele andere Verlage dazu, an Kosteneinsparungen zu arbeiten." Konkretes stehe jedoch noch nicht fest. Noch nicht genau äußern wollte sich zudem die Gruppe M. DuMont Schauberg, deren "Frankfurter Rundschau" pleite ist. Das Aus hätte bekanntermaßen auch deutliche Folgen für die "Berliner Zeitung", die den Mantel gemeinsam mit den Frankfurtern produziert. Am DuMont-Stammsitz Köln seien wiederum keine Einsparungen geplant, heißt es offiziell.
 
Ähnlich äußerte sich der Axel Springer Verlag. Zwar arbeiteten hier im Zuge der Digitalisierung "konzernweit" Jahr für Jahr mehr Mitarbeiter. Die Zusammenlegung der Redaktionen von "Welt", "Berliner Morgenpost" und "Hamburger Abendblatt" werde allerdings auch zu Stellenstreichungen führen. Auf betriebsbedingte Kündigungen wolle der Verlag bei diesen Sparmaßnahmen "so weit wie möglich" verzichten: "Wir setzen unter anderem auf die Mobilität der Mitarbeiter, auf sozialverträgliche Maßnahmen wie zum Beispiel Altersteilzeit und wollen die natürliche Fluktuation nutzen."
 
Nahezu flächendeckend streichen zudem die öffentlich-rechtlichen Sender Arbeitsplätze. Während das ZDF nach Forderungen der Gebührenkommission KEF bis 2016 auf nahezu 400 Stellen verzichten muss, teilten auch viele ARD-Anstalten mit, von Forderungen der KEF betroffen zu sein. Der Bayerische Rundfunk (BR) rechnet mit insgesamt 60 Stellen im gesamten Haus, also auch in Verwaltung und Technik, der Hessische Rundfunk mit 100 Arbeitsplätzen und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) allein im kommenden Jahr mit 45. Auch Norddeutscher Rundfunk (NDR) und Südwestrundfunk (SWR) stehen nach eigenen Angaben vor Einsparungen, die allerdings nicht konkret skizziert wurden.
 
Die Ergebnisse der Umfrage bei Verlagen und Sendern zu ihren redaktionellen Stellenplanungen für 2013 lesen Sie im "medium magazin" (Ausgabe 1/2013).

Der Arbeitsmarkt wächst 2013 vor allem bei einigen Regionalzeitungen und im Privat-TV.


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