Fachmedien im Jahr 2012 mit leichtem Umsatzplus

23.04.2013

Um 0,4 Prozent steigerte sich der Umsatz der deutschen Fachverlage in 2012 gegenüber dem Vorjahr. Die Erwartungen für 2013 sind vor allem bei "Digitalen Medien" positiv. 42 Prozent der deutschen Fachmedienhäuser erwarten für das laufende Geschäftsjahr insgesamt ein besseres Ergebnis. 

 
Auf 3,1 Milliarden Euro wuchs der Umsatz der Fachmedienbranche in 2012 gegenüber dem Vorjahr – ein geringfügiges Plus von 0,4 Prozent. Damit konnten die Fachverlage die positive Umsatzerholung des Vorjahres (2011: +1,9 Prozent) fortschreiben. Als Umsatztreiber für das Ergebnis verantwortlich waren vor allem die Vertriebserlöse digitaler Medien sowie auch deutliche Zuwächse im Werbemarkt, so die Ergebnisse der aktuellen Fachpresse-Statistik 2012. Die Fachzeitschriftenerlöse erwiesen sich ähnlich wie im Vorjahr als leicht rückläufig (2011: -0,7 Prozent), die Rückgänge bei Anzeigen und im Vertrieb stabilisierten sich jedoch. Für die jährliche repräsentative Statistik wurden von Februar bis März 2013 die Mitglieder der Deutschen Fachpresse zu ihren betrieblichen Kennzahlen befragt. 
 
Geschäftsfeld „Digitale  Medien" auf Wachstumspfad 
Mit einem Plus von 10,1 Prozent (2011: +17,6 Prozent) fielen die Umsätze mit digitalen Angeboten zwar etwas geringer aus als im Vorjahr, waren jedoch erneut die stärksten Umsatztreiber. An den Gesamterlösen mit Fachmedien entfiel auf sie ein Anteil von 16,6 Prozent (513 Millionen Euro). Die größten Wachstumsraten bei den digitalen Medien verbuchten die Verzeichnismedien und Apps, den größten Beitrag zum Gesamtwachstum erbrachten jedoch der Vertrieb digitaler Zeitschriften sowie die Werbung auf Webseiten.
 
Zuwachs bei Auslandsgeschäften und Mitarbeiterzahlen 
Einen positiven Zuwachs verzeichnete zudem das Auslandsgeschäft, welches weiter an Bedeutung zunimmt. Der Anteil des Auslandsumsatzes an den Gesamterlösen stieg hier von 11,3 auf 14,5 Prozent. Fachmedien erweisen sich auch als attraktive Arbeitgeber. So wuchs die Mitarbeiterzahl in 2012 bei 42 Prozent der Verlage, nur jeder fünfte Verlag meldete einen Rückgang. Zudem erwarten für 2013 51 Prozent der Verlage eine stabile Mitarbeiterzahl, ein Drittel erwartet erneut einen Anstieg.
 
Fachzeitschriften weiterhin wichtigste Umsatzquelle
Wichtigste Erlösquelle in 2012 blieben die Fachzeitschriften mit einem Anteil von 57,4 Prozent (1,8 Milliarden Euro) am Gesamtumsatz der Fachverlage. Dies allerdings bei rückläufiger Tendenz. Ein erfreuliches Plus verbuchte dagegen wieder die Anzahl der Fachzeitschriftentitel am Markt. Nachdem diese drei Jahre in Folge rückläufig waren, ist deren Zahl in 2012 um 2,0 Prozent auf 3.757 Titel gestiegen. 
 
Rückgänge im Bereich „Fachbücher und Loseblatt"
Unter Druck befindet sich das Fachmediensegment Fachbücher/Loseblatt, dessen Umsätze bereits in 2011 rückläufig waren (-3,7 Prozent) und in 2012 um weitere 2,7 Prozent sanken. Der Anteil an den Gesamterlösen betrug damit 19,9 Prozent (617 Millionen Euro).
 
2013: Umsatzanstieg erwartet
Für das laufende Jahr sind die deutschen Fachmedienhäuser überwiegend optimistisch gestimmt. Nur ein Viertel befürchtet eine Verschlechterung der Erlössituation. 42 Prozent erwarten für 2013 ein besseres Ergebnis als im Vorjahr. Bei den Digitalen Medien erwartet eine deutliche Mehrheit von 70 Prozent einen Umsatzanstieg. 
 
Die ausführlichen Ergebnisse der Fachpresse-Statistik 2012 stehen auf der Seite der Deutschen Fachpresse als Charts zum Download bereit.
 
Auch die Ergebnisse einer Umfrage der Werbefachzeitschrift w&v weisen für die 100 Top-Fachtitel in Deutschland für 2012 ein Minus von rund 1,5 Prozent beim Anzeigenumsatz aus. Zwar hatten nur knapp 40 der 100 umsatzstärksten Fachzeitschriften rückläufige Werbeerlöse zu verzeichnen, sieben der zehn größten Fachzeitschriften weisen für 2012 allerdings ein Minus beim Anzeigengeschäft aus. 

Um 0,4 Prozent steigerte sich der Umsatz der deutschen Fachverlage in 2012.


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