Krisenkommunikation komplex: 11 Analysen prominenter Fälle mit medialer Einordnung und Nachbetrachtung beteiligter Experten.

Das Buch: Der Sammelband behandelt mit der Krisenkommunikation eine sowohl besonders wichtige als auch recht schwierige Kommunikationsform.

Die Herausgeberin: Prof. Dr. Jana Wiske ist Professorin für PR/Unternehmenskommunikation an der Hochschule Ansbach.

Verlagspräsentation mit Leseprobe

Die Themen:

  • Krisenkommunikation allgemein
  • Der Fall Ritter Sport
  • Der Fall Angela Merkel und die „Flüchtlingskrise“ seit 2015
  • Die Finanz- und Staatsschuldenkrise
  • Der Fall Jan Böhmermann und die Grenzen der Satire
  • Der Fall Mesut Özil/Ilkay Gündogan und die Krise für den deutschen Fußball
  • Datenpanne beim sozialen Netzwerk Knuddels
  • Der Fall Schlecker
  • Der Fall Maria L. und der Vorwurf „Lügenpresse“
  • Der Fall Relotius und die Auswirkungen auf den Spiegel
  • Der Fall BASF – Krisenkommunikation im Umweltbereich
  • Der Fall Scharapowa und die Auswirkungen auf den Sponsor Porsche

Das Resümee:

  • Zeiten, die verstärkt durch Komplexität, Unsicherheiten und Unberechenbarkeit gekennzeichnet sind, bringen vermehrt Krisen hervor. Insofern ist sowohl die Berichterstattung über Krisen als auch der kommunikative Umgang der Verursacher mit „ihren Krisen“ ein Thema mit wachsender Relevanz.
  • Der vorliegende Band nimmt exemplarisch die Behandlung und Bewältigung von Krisen aus kommunikativer Sicht in den Blick. Nach einer theoretischen Einführung werden 11 reale Krisen strukturiert betrachtet. Neben der Beschreibung des jeweiligen Krisenfalls erfolgt eine konzeptionelle Einordnung der Krisenkommunikation sowie eine Stellungnahme beteiligter Experten. Ein Fazit beschließt den jeweiligen Fall.
  • Der Sammelband skizziert erfahrungsgestützt kommunikative Umgangsweisen mit Krisen und vermittelt erfolgversprechende Bewältigungsweisen. Die Fälle machen zum Beispiel deutlich, welche inhaltliche Transparenz der Öffentlichkeit gewährt wurde und mit welcher Kultur die Krisenbewältigung erfolgt.
  • Das Buch lässt sich gut lesen, die Textqualität einzelner Passagen ist optimierungsfähig. Möglichkeiten der Visualisierung werden wenig genutzt.
  • Insgesamt lassen sich aus dieser recht substanzhaltigen Veröffentlichung viele Erkenntnisse gewinnen. Der Band ist eine Einladung, einerseits aus Sicht von Krisen-Verursachern mögliche Erscheinungs- und Wirkungsformen der Krisenkommunikation zu bedenken und anderseits aus Sicht der Berichterstattung entscheidende und problematische Punkte zu kennen und zu betrachten.