Die Krise der Medien

Das Buch: Das vorliegende Buch versteht sich aus der Sicht des Autors als Plädoyer für die Existenz und Verbreitung von gut gemachten Medien. Der Titel sieht Verbesserungsbedarf.

Der Autor: Ingo von Münch ist emeritierter Professor für Verfassungs- und Völkerrecht sowie Publizist, u. a. Grundgesetzkommentator und Politiker (FDP).

Verlagspräsentation mit Leseprobe

Die Themen:

  • Medienkritik – altes und neues Problem
  • Die Krise der Medien
  • Vom engagierten Meinungsjournalismus über den belehrenden, erregten, empörten Journalismus zum Wut- und Hassjournalismus
  • Übertreibungen und Untertreibungen
  • Der angebliche Untergang des Rechtsstaates
  • Dürftige Geschichtskenntnisse
  • Das Geeiere um Ortsnamen
  • Der inflationäre und damit sich abnutzende Gebrauch des Wortes »Nazi«
  • »Hetze«, »Hetzer«, »Hetzjagden«: Die Karriere eines Schimpfwortes
  • Der Meinungskorridor: eng und langweilig
  • Verrutschte Maßstäbe
  • Die Berichterstattung zum UN-Migrationspakt: Der Mainstream lässt grüßen
  • Ein überdimensionierter Heißluftballon namens Kathryn Mayorga
  • Anhang: Medien und Politik

Das Resümee:

  • Der Autor vermittelt mit dieser Veröffentlichung eine persönliche Bestandsaufnahme seiner Wahrnehmung „der Medien“, wobei der Akzent auf den Printmedien liegt.
  • Prüfend und beurteilend befasst sich von Münch mit einer Reihe von konkreten Beobachtungen und Auffälligkeiten, beispielsweise mit dem medialen Umgang zur Kölner Silvesternacht 2015 oder der Berichterstattung über einige Anschläge, den Umgang des WDR mit dem damaligen Kinderlied „Meine Oma ist ´ne alte Umweltsau“ usw.
  • Die anzulegenden Maßstäbe sind aus Sicht des Verfassers insbesondere Vertrauen und Glaubwürdigkeit, Fairness und Qualität, Unabhängigkeit und Wahrung der Berufsethik etc. Der Verfasser konstatiert bei einer Reihe von Medienberichten Schwachstellen, Fehler und Fehlverhalten. Dies verdichtet sich gemäß Buchtitel zu einer „Krise der Medien“.
  • Die Kritik erfolgt aus bestimmten Perspektiven, etwa dieser: „Da ist er wieder, der Journalist als Erzieher der Leser, denen ein eigenes Urteil über jene Meinungsäußerung offensichtlich nicht zugetraut wird.“ Bevormundungen, Nachlässigkeiten, Tendenzen zur „Aufwallung“, enger Meinungskorridor und Medienkonformität, Glaubwürdigkeitsprobleme etc. zählen zu den Kritikpunkten des Buches.
  • Die Veröffentlichung ist ein Debattenbeitrag und ein Impulsbuch, und damit ein Angebot, den dargelegten Einordnungen und Bewertungen zu folgen – oder auch nicht, wenn die eigene Grundhaltung und Sichtweise entgegenstehen.
  • Das Buch ist lebendig und spannend geschrieben, die Ausführungen sind konkret und anschaulich, die Darlegungen tiefgründig und fundiert. Der Autor sensibilisiert, gibt Anstöße und regt zum Nachdenken an, vermittelt Warnhinweise.
  • Ob es jedoch angemessen ist, statt von „Kritik an den Medien“ von „Krise der Medien“ und damit von einer gefährlichen Entwicklung zu sprechen, sei dahingestellt.