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Selbstverständnis.

Der DFJV setzt auf eine Governance-Struktur, die seiner Ausrichtung und dem Selbstverständnis als professioneller Dienstleister für Fachjournalisten adäquat gerecht wird. Sie ermöglicht es, Kompetenzen und Kontrolle ausgewogen zu verteilen. Und sie ist schlank genug, um flexibel und effizient zu agieren.

Rechtsform.

Ursprünglich 1997 als eingetragener Verein (e. V.) gegründet, hat der DFJV Ende 2006 die Rechtsform einer Aktiengesellschaft (AG) angenommen. Der Verbandsbegriff ist nicht an die Rechtsform des eingetragenen Vereins gebunden (vgl. Reichert: Vereins- und Verbandsrecht, 11. Aufl. (2007), Rn. 5207). Ausschlaggebend für die Umgestaltung war die Positionierung als Dienstleistungsorganisation. Damit hat der DFJV den konsequenten Schritt zu einer noch stärkeren Professionalisierung gemacht, wie ihn zum Beispiel auch Profi-Fußballvereine, TÜV und DEKRA vollzogen haben. Denn die Rechtsform eines eingetragenen Vereins hat klare Grenzen bei der Ausweitung des Dienstleistungsangebots. Werden diese Grenzen überschritten, kann dies unter Umständen das Aus für einen Verein bedeuten.

Vereinsübliche Strukturen.

Bei unserer Umstrukturierung haben wir innerhalb der Verbandslandschaft Deutschlands etwas gänzlich Neues erreicht: So konnten im vom Aktiengesetz vorgegebenen Rahmen Strukturen und Prozesse etabliert werden, wie sie im Vereinsrecht üblich sind (z. B. berufspolitisches und operatives Führungsgremium, Wahl des Präsidiums durch die Mitglieder u. ä.).

Prozess- und Qualitätsmanagement.

Bei der Gestaltung der Governance hatten wir immer folgende wesentliche Ziele vor Augen: schlanke Strukturen, flache Hierarchien und schnelle Entscheidungs- und Umsetzungsprozesse. Unsere Dienstleistungsorientierung muss innerhalb der gegebenen Strukturen täglich gelebt werden. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wurde ein Qualitätsmanagement-System erarbeitet und etabliert, in dem alle Prozesse des DFJV auf die optimale Befriedigung der beruflichen Bedürfnisse ausgerichtet sind. Grundlage hierfür sind die beiden Qualitätsmanagement-Normen ISO EN DIN 9001:2008 und DGVM ZERT.

Führungsebenen.

Die Führung des DFJV hat ein berufspolitisches und operatives Organ und entspricht damit weitgehend dem in Verbänden üblichen Modell. Diese beiden Organe heißen Präsidium und Vorstand.

Das Präsidium: Berufspolitik.

Das Präsidium steht für die Berufspolitik des DFJV. Es repräsentiert Werte und Anliegen, für die sich der Verband in seiner Satzung einsetzt. Das Präsidium besteht aus bis zu acht von der Mitgliederversammlung gewählten Präsidiumsmitgliedern. Das Präsidium erarbeitet und beschließt die berufspolitischen Strategien des DFJV. Themen sind hier sowohl die Entwicklungen im Journalismus als auch in der Medienbranche, -gesellschaft und -politik. Schließlich bestellt und entlässt es die Beirats- und Fachbeiratsmitglieder und entscheidet über die Verleihung des Deutschen Fachjournalisten-Preises. Die Präsidiumsmitglieder benennen unter sich einen Präsidenten, der Vorsitzender des Präsidiums ist.

Der Vorstand: Tagesgeschäft.

Der Vorstand verantwortet die operative Geschäftsführung und Verbandsarbeit. Die Mitglieder des Vorstands leisten die Aufgaben, die ihnen das Gesetz vorschreibt, beispielsweise die gesetzliche Vertretung, die Organisation der Buchführung oder das Risikomanagement. Mitglieder des Vorstands sind Sprecher des DFJV bei öffentlichen Stellungnahmen. Ihre Bestellung erfolgt für die Dauer von maximal fünf Jahren (mit der Möglichkeit der Wiederbestellung).