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September 2009
Mittwoch, 16. September: 23:35 – 0:20 Uhr auf MDR Fernsehen
Als der Ostblock Geschichte wurde: Russland – Der Fotograf der Perestroika
Film von Stephan Kühnrich.
Alexander Tschumitschow war der persönliche Fotograf von Michail Gorbatschow. Sechs Jahre lang kann er den Erfinder der Perestroika und des neuen Denkens aus nächster Nähe beobachten. Seine Erinnerungen und seine Fotos zeigen ihn aus einer ganz besonderen Perspektive. Der ehemalige Premierminister, Nikolai Ryshkow, und der Sprecher des sowjetischen Präsidenten, Andrej Gratschow, sind wichtige Zeitzeugen, die uns Einblick geben in die Machtkämpfe, denen sich Gorbatschow in der Zeit der Perestroika stellen musste.
Freitag, 11. September: 15:30 – 16:45 Uhr auf Bayerisches Fernsehen
Wir in Bayern – Das Magazin am Nachmittag
Gast in der Sendung: Zeitungsmacher Volker Gunzenheimer
Dienstag, 8. September: 0:25 – 1:50 Uhrr auf NDR Fernsehen
Der Verleger (2/2)
Fernsehfilm von Bernd Böhlich.
Das gewagte Vorhaben, Chruschtschow von der Notwendigkeit einer Wiedervereinigung zu überzeugen, scheitert. Der Verleger kehrt gedemütigt zurück. Von nun an erklärt er dem Osten den Kampf. Der Verleger fühlt sich im eigenen Land nicht verstanden. Dabei hat er so viel für die Völkerverständigung getan, vor allem und immer wieder für die Aussöhnung mit dem jüdischen Volk und dem Staat Israel. Am härtesten attackieren ihn die demonstrierenden Studenten der 68er-Generation, weil sie ihn als übermächtigen Meinungsmacher betrachten. Der Konflikt eskaliert, als Dutschkes Attentäter sich auf sein verlegerisches Flaggschiff beruft.
Fünf Ehefrauen begleiten den Weg des Verlegers. Bei der letzten findet er den Frieden, nach dem er sich immer gesehnt hat. Sie ist auch in seiner schwersten Stunde an seiner Seite: als sein Sohn, der nach ihm benannt ist, sich umbringt. Dieser Selbstmord stürzt den Verleger in eine tiefe Krise. Er zieht sich nach Patmos zurück, um in einem Kloster sein Leben zu bilanzieren.
Dienstag, 8. September: 23:00 – 0:25 Uhr auf NDR Fernsehen
Der Verleger (1/2)
Fernsehfilm von Bernd Böhlich.
„Der Verleger“ erzählt in Form eines Spielfilms die Biografie eines großen Deutschen, der nach dem Krieg aus dem Nichts ein Zeitungsimperium von europäischem Format aufbaut.
„Der Verleger“ behandelt die Erfolgsgeschichte eines Mannes mit Visionen, die nach 1945 mit einem klapprigen Auto und einem Stapel Romane beginnt. Die Alliierten überzeugt er mit seiner charismatischen Persönlichkeit, ihm eine Zeitungslizenz zu geben. Bald folgt eine Rundfunkzeitschrift, die schnell Millionenauflagen erreicht. Seine größte verlegerische Erfindung ist eine Tageszeitung, mit der er dem einfachen Mann auf der Straße eine Stimme geben will.
Aber nicht nur geschäftlich ist der Verleger erfolgreich, er weiß auch den Frauen zu gefallen. Obwohl Millionen jeden Morgen seine Zeitungen lesen, sieht er sich nicht als politischen Menschen, sondern als Patriot. Die Teilung Deutschlands nimmt er nicht kampflos hin: Ein gewagtes Vorhaben soll ihn nach Moskau in den Kreml führen, um Chruschtschow von der Notwendigkeit der Wiedervereinigung zu überzeugen.
Montag, 7. September: 22:55 – 0:30 Uhr auf MDR Fernsehen
Drum – Wahrheit um jeden Preis
Spielfilm von Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004.
Südafrika, 1951. Der Schwarze Henry Nxumalo arbeitet als Sportreporter in Johannesburg. Die Nächte verbringt der Journalist meist in Sophiatown, einem legendären, überaus lebendigen Stadtteil, in dessen Bars und Clubs Weiße und Schwarze in seltener Eintracht zusammenkommen, um Musik zu hören und zu feiern. Sophiatown ist ein Fluchtpunkt für all jene, die den alltäglichen Rassismus wenigstens zeitweise vergessen wollen. Aber Politik interessiert Henry ohnehin nicht. Seine Haltung ändert sich erst, als er eines Tages einen Insider-Tipp über die grausamen Zustände auf einer Buren-Farm außerhalb der Stadt bekommt, auf der die schwarzen Arbeiter äußerst schlecht behandelt werden.
Ermutigt von seiner Ehefrau Florence schleust Henry sich als Arbeiter auf der Farm ein und veröffentlicht in dem Magazin „Drum“ einen aufrüttelnden Artikel über seine Recherchen. Mit immer neuen, investigativen Reportagen avanciert er vom harmlosen Sportkommentator zum Enthüllungsjournalisten. Durch seine Berichte gewinnt die kleine, vorwiegend von Schwarzen gelesene Zeitschrift eine immer größere Popularität. Während Henry als „Mr. Drum“ zu einer Ikone der Anti-Apartheids-Bewegung wird, wächst mit jedem neuen Enthüllungsartikel der Druck der politischen Machthaber auf ihn, seinen jungen deutschstämmigen Fotografen Jürgen Schadeberg sowie den weißen „Drum“-Herausgeber Jim Bailey.
Als Henry von geheimen Plänen erfährt, nach denen Sophiatown auf Initiative korrupter Politiker zerstört und als Neubaugebiet verschachert werden soll, eskaliert die Situation: Henry startet einen journalistischen Feldzug gegen die Verantwortlichen – und bezahlt dafür mit seinem Leben.
Der Film ist ein aufwühlendes Apartheids-Drama nach einer wahren Geschichte. Zola Masekos Film hebt sich von anderen Filmen zu diesem Thema in mehrfacher Hinsicht ab: weil er von einem schwarzen südafrikanischen Regisseur stammt, der die Rassentrennung noch selbst erlebt hat, und weil er sich auf das authentische Einzelschicksal eines Mannes konzentriert, dessen Geschichte bislang kaum bekannt ist. Mit „Drum – Wahrheit um jeden Preis“ gelingt Maseko das Kunststück, eine genaue Milieustudie und eine schillernde Hommage an den legendären Stadtteil Sophiatown zu liefern – und zugleich ein erschütterndes Dokument über die Gewalt und das alltägliche Unrecht im Apartheids-Südafrika.
Samstag, 5. September: 22:10 – 22:30 Uhr auf 3sat
Leben für den Augenblick – Die Kriegsfotografin Ursula Meissner
Film von Christian Hattensen.
Ursula Meissner ist eine unerschrockene Frau. Seit über 20 Jahren reist die Fotografin aus Rheinhessen zu den Krisenherden der Welt, um für Zeitschriften und Hilfsorganisationen das zu dokumentieren, was sich die meisten hierzulande nicht einmal vorstellen können.
Die Sendung zeichnet ein Porträt der Fotografin, die in ihren Bildern belegt, was Krieg und Zerstörung für die Opfer bedeuten, vor allem für Frauen und Kinder – ganz gleich, ob in Afghanistan, im Kosovo, in Gaza oder im Sudan. Fliegende Kugeln interessieren sie nicht, sagt sie, sondern die Menschen und ihre ganz persönlichen Schicksale. Sie ist eine von ganz wenigen Frauen unter den Fotojournalisten, die weltweit in Krisengebieten unterwegs sind. Ihr Job ist nicht nur gefährlich, sondern auch kräftezehrend. Doch schlechtes Essen, miserable Unterkünfte und die ständige Anspannung nimmt sie immer wieder in Kauf, um Fotos zu schießen, die – so hofft sie – die Welt ein bisschen besser machen.
Samstag, 5. September: 9:00 – 12:00 Uhr auf rbb Fernsehen
24h Berlin – Ein Tag im Leben
Der Vormittag von 9:00 bis 12:00 Uhr. Langzeitdokumentation.
Berlin arbeitet. Dokumentiert wird unter anderem der BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, der auf der Suche nach einer Schlagzeile für die BILD-Zeitung von morgen ist sowie Mario Krüger, der die Obdachlosenzeitung „Der Strassenfeger“ verkauft, um sich ein paar Cents zu verdienen.
