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März 2011
Dienstag, 1. März: 14:30 – 15:00 Uhr auf Bayerisches Fernsehen
Höchstpersönlich: Amelie Fried
Film von Claudia Müller.
Amelie Fried ist eine erfolgreiche Bestsellerautorin und war bis 2009 Moderatorin der Radio Bremen Talkshow „3 nach 9“. Mit ihrem Mann, dem Drehbuchautor Peter Probst, ist sie seit 1990 verheiratet und hat zwei Kinder: Leonhard und Paulina.
Bereits ihr erstes Kinderbuch „Die Störenfrieds“ wurde ein Erfolg. Ermutigt von ihrem Mann schrieb sie 1997 ihren ersten Roman „Am Anfang war der Seitensprung“, der sofort ein Bestseller wurde.Ein Fernsehteam hat Amelie Fried nach Ulm begleitet, wo sie als Tochter eines bekannten Verlegers und Kunstsammlers aufwuchs. Ihre Mutter, ihre beiden Brüder und ihre beste Schulfreundin erinnern sich an die kluge, aber auch freche Amelie, die in der Schule gleich zwei Klassen übersprungen hat.
Mittwoch, 2. März: 0:35 – 2:30 Uhr auf Das Erste
Angst und Schrecken in Las Vegas (Fear and Loathing in Las Vegas)
Spielfilm von Terry Gilliam, USA 1998.
Der Journalist Raoul Duke ist mit seinem Anwalt Dr. Gonzo nach Nevada gekommen, um über ein Motorradrennen in der Wüste zu berichten. Ein Job, den die beiden schnell zu Gunsten des Glücksspiels und exzessiver Drogenexperimente aufgeben. Doch der uramerikanische Traum vom großen Gewinn erfüllt sich ebenso wenig wie die Hoffnung von der Erleuchtung durch bewusstseinsverändernde Mittel.
Johnny Depp gibt in Terry Gilliams brillant inszeniertem amerikanischem Alptraum eine bravouröse Charaktervorstellung als Hippie-Literat.
Mittwoch, 2. März: 22:30 – 23:15 Uhr auf EinsFestival
Der andere Blick – Fotografen und der Krieg
Dokumentation von Huw Talfryn Walters.
Täglich sehen wir in den Zeitungen Bilder von den Krisenherden der Welt. Die Fotografen vor Ort sind nicht nur den gefährlichen Umständen der Konflikte ausgesetzt, sondern bewegen sich zunehmend in einer Welt, in der die Grenzen zwischen Freiheitskämpfern und Terroristen, Wahrheit und Propaganda verschwimmen. Elektronische Verschickung und moderne Bildbearbeitung machen das nachträgliche Verändern der Bilder obendrein leichter. Die schwierige Suche nach Wahrheit.
Aber: Gibt es ihn überhaupt, den ungeschönten Blick auf Alltag und Leid des Krieges, der uns in den Fotos präsentiert wird? Wer steckt hinter den Bildern und inwiefern beeinflusst der persönliche Blick die Motive und Bilder? Kommen zwei Kriegsfotografen beim selben Motiv zu einem anderen Blick, einer anderen Perspektive auf das Geschehen?
„Der andere Blick“ zeigt sechs bedeutende Kriegsfotografen, deren Fotografien von Vietnam bis zum aktuellen Krieg im Irak auch unsere Sicht auf Konflikte und die Opfer beeinflusst haben.
Dienstag, 8. März: 7:45 – 8:15 Uhr auf BR-alpha
Inside the British Isles (1/13): Leben und Arbeiten in Großbritannien und Irland
A journalist in London
Dokumentation.
Freitag, 11. März: 21:45 – 23:15 auf Das Erste
Tatort: Um jeden Preis
Fernsehfilm von Peter Fratzscher.
Der spektakuläre Selbstmord des Münchner Journalisten Rainer Truss schlägt hohe Wellen. Truss war bekannt für solide Recherchen an vorderster Front, wenn es darum ging, Missstände oder Korruption aufzudecken.
Die Reporterin Ute Kropp wittert ihre Chance. Verzweiflungstat? Gebrochenes Herz? Ihre Zeitung zahlt einen Bonus für interessante Privatfotos und sachdienliche Informationen. Die übliche Schmutzkampagne droht. Auch wenn von höherer Stelle der Fall merkwürdig schnell als abgeschlossen betrachtet wird, es bleiben Ungereimtheiten. War Truss hinter einer neuen, brisanten Story her? Welche große Firma hatte er dieses Mal in der Schusslinie?
Die Münchner Hauptkommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr wollen die Dinge nicht auf sich beruhen lassen und ermitteln seine letzten Gesprächspartner. Sie stoßen auf den populären Gewerkschaftsführer Leo Greedinger, der offenbar engen Kontakt zu Truss hatte. Kriminalhauptkommissar Ivo Batic kontaktiert den Mann allein in der Oper – ohne Leitmayr – und das hat sehr persönliche Gründe. Denn Batic und Leo Greedinger kennen sich seit ihrer Kindheit.
Samstag, 12. März: 0:10 – 0:35 Uhr auf Arte (Nacht von Sa. auf So.)
Zapping International: Das Fernsehen der Weißrussen
Film von Barbara Necek.
Wer in Weißrussland – und das gilt auch für die Hauptstadt Minsk – durch die Fernsehkanäle zappt, stößt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf diverse Sendungen zum Thema Landwirtschaft. Eine von ihnen, „Bauernfragen“, begleitet den weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko regelmäßig aufs Land. Hier erteilt er Ratschläge und gibt „Zensuren“ für erbrachte Leistungen. Die Landwirte selbst wünschen sich diese Medienpräsenz, denn durch die öffentliche Aufmerksamkeit erhoffen sie sich Unterstützung.
Obwohl Weißrussisch und Russisch laut Verfassung als gleichwertige Amtssprachen gelten, werden alle Fernsehprogramme in russischer Sprache ausgestrahlt. Dennoch ist die weißrussische Kultur auf dem Bildschirm allgegenwärtig. In der Sendung „Epoche“ werden zum Beispiel bedeutende Gestalten der weißrussischen Geschichte geehrt. Und die Lieblingssendung des weißrussischen Publikums, „Schönes Weißrussland“, zeigt im Ersten Programm verborgene Schönheiten des Landes. Im Jahr 2010 erhielt die Sendung – offenbar wegen der vielen Auftritte singender Kinder in Kirchen – den Preis für „geistige Erneuerung“.
Dienstag, 15. März: 20:45 – 21:00 Uhr auf EinsExtra
Roland Jahn – der Stasiaufklärer
Film von Gabriele Denecke.
Roland Jahn wird der neue Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, der Nachfolger von Marianne Birthler. Große Gesten und die Attitüden des politischen Establishments sind nicht seine Sache. Roland Jahns Legitimation für dieses Amt ist keine Politkarriere, keine jahrzehntelange Verwaltungserfahrung, es ist seine Biografie. Das Leben eines Mannes, der 1953 in Jena geboren wurde und der früh gegen das autoritäre System in der DDR rebelliert. Exmatrikulation, Verhaftung, Verhöre und Verfolgung durch die Staatssicherheit hindern ihn nicht daran, öffentlich weiter für Menschenrechte und Meinungsfreiheit, gegen Militarisierung zu protestieren. Seine Aktionen sind witzig, einfallsreich und provokant. Irgendwann reicht's der Stasi, für das Ministerium für Staatssicherheit ist das Maß voll: Roland Jahn wird gegen seinen Willen aus der DDR rausgeschmissen. Aber er gibt nicht klein bei und arbeitet vom Westen aus an der Demokratisierung der DDR. Seit 27 Jahren ist er als Fernsehjournalist tätig für den Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb) und seinen Vorgänger, den Sender Freies Berlin (SFB). Sein Leben ist ein gradliniger und kompromissloser Weg, der davon erzählt: Im Zweifelsfall muss man sich nicht anpassen; man hat die Wahl. Roland Jahn trat am 14. März sein Amt an.
Sonntag, 20. März: 13:00 – 13:30 Uhr auf Arte
Künstler hautnah: Bruce Davidson
Dokumentation von Claude Ventura.
Er selbst sieht sich als „Outsider“, der das Glück hatte, in schwer zugänglichen Milieus akzeptiert zu werden: Bruce Davidson erkundete mit seiner Arbeit die amerikanischen Missstände der 60er und 70er Jahre. Berühmt sind insbesondere die Fotoreportagen über die Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner und die Gangs in Brooklyn.
Seine Leidenschaft fürs Fotografieren entwickelte Bruce Davidson schon früh: 1933 in Oak Park/Illinois geboren, gewann er bereits als 16-Jähriger den Kodak National High School Wettbewerb.
Mit dem Diplom der Yale Universität in der Tasche ging Bruce Davidson 1955 für zwei Jahre nach Paris, wo er den französischen Fotografen Henri Cartier-Bresson kennenlernte. 1959 wurde er in die Agentur Magnum aufgenommen.
Bruce Davidson praktizierte so etwas wie die teilnehmende Beobachtung und ließ die Menschen, die er fotografieren wollte, über Wann und Wie der Aufnahme mitbestimmen. Das macht das eigenartige Spannungsmoment seiner Fotografien aus: Die Menschen erscheinen in ihrem Elend, ihrer Einsamkeit oder Unterdrückung und zugleich in ihrer ganzen Menschenwürde.
