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Freitag, 10. Juni: 21:55 – 22:40 Uhr auf Phoenix

Mein Leben –  Roberto Saviano
Film von Victor Grandits.
„Ach, in Wahrheit ... es ist kein Leben ... mein Leben existiert nicht. Ich lebe mit einer Eskorte von fünf Männern und zwei gepanzerten Autos.“ Der italienische Journalist und Autor Roberto Saviano veröffentlichte 2006 das Buch „Gomorrha“. Es wurde ein Bestseller und 2008 mit großem Erfolg verfilmt. Aber seit dieser Zeit gleicht sein Leben einem Gefängnis.  Der Film ist ein bewegendes Porträt des 30-jährigen Neapolitaners, der sein Leben aufs Spiel setzt, um den Süden Italiens von der Mafiageißel zu befreien.

Samstag, 11. Juni: 14:25 – 14:55 Uhr auf Arte

Zapping International: Das indische Fernsehen
Film von Robert Copeland.
Indien hat rund 1,3 Milliarden Einwohner und erfreut sich eines starken wirtschaftlichen Wachstums. Davon profitieren auch die Fernsehsender: In wenigen Jahren haben sich ungefähr 100 Sendeanstalten auf dem Markt etabliert. Da gibt es Spartensender aller Art für News, Serien, Religion und Musik wie beispielsweise Vmusic und MTV India. Die Nachrichtensendungen kommen meist aus Neu-Delhi, wohingegen die Serien in den Bollywoodstudios in Bombay produziert werden. Dank der drei Bouquets Star TV, Zee TV und Sony TV haben die Inder die Qual der Wahl.
NDTV ist ein seit vier Jahren bestehender seriöser News-Sender, der auf Englisch ausstrahlt und jetzt an die Börse gegangen ist. Wer Nachrichten auf Hindi sehen will, schaltet die Konkurrenz AAtJak ein. Die zwischen Information und Unterhaltung angesiedelte „Sting Operation“, die sich durch eine „versteckte Kamera“ eigener Art auszeichnet, war ursprünglich das Markenzeichen von India TV. Heute ist dieses beliebte Genre auf fast allen Sendern zu finden. Erklärtes Ziel: politische Skandale aufspüren und soziale Ungerechtigkeit anprangern.
Da sieht man beispielsweise einen religiösen Würdenträger in wenig würdiger Haltung mit einem seiner Anhänger oder Obdachlose, die auf den Bürgersteigen von Bihar, dem ärmsten Staat Indiens, ihr Blut verkaufen. Die Serien haben sich übrigens in den letzten Jahren sehr der Zeit angepasst. So bedient „Jassi“ ein vorwiegend weibliches Publikum, denn diese Serie setzt den städtischen Alltag einer berufstätigen jungen Frau gekonnt in Szene.

Donnerstag, 16. Juni: 3:10 – 4:05 Uhr (Nacht von Do. auf Fr.) auf 3sat

Ernst Scheidegger – Fotograf, Verleger, Maler, Cineast
Film von Franziska Wirz.
Er kannte viele große Künstler seiner Zeit persönlich: Der heute 87-jährige Schweizer Fotograf Ernst Scheidegger ging im Pariser Atelier Alberto Giacomettis ein und aus. Seine Arbeiten brachten ihn mit Fernand Léger, Cartier Bresson, Max Bill, Werner Bischof, Paul Lohse, Man Ray und vielen anderen zusammen. Als Bildreporter bereiste er unter anderen für die Fotoagentur „Magnum“ die arabische Welt, Indien und den fernen Osten. „News Week“,
„Paris Match“ und die „Times“ druckten seine Bilder.

Donnerstag, 16. Juni: 4:05 – 5:00 Uhr (Nacht von Do. auf Fr.) auf 3sat

Bilder, die die Welt bedeuten – Von der Wirklichkeit in der Fotografie
Dokumentarfilm von Michael Hegglin.
Warum faszinieren Fotografien, die ästhetisch unvollkommen sind, während andere Bilder langweilen, die mit höchstem künstlerischen Anspruch gemacht wurden? Ist Fotografie im digitalen Zeitalter überhaupt noch glaubwürdig?
Der Dokumentarfilm zeigt, warum Engagement und persönliche Integrität in der Fotografie zu größerer Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit führen als noch so ausgeklügelte digitale Technik.

Sonntag, 19. Juni: 23:15 – 0:50 Uhr auf Bayerisches Fernsehen

Das Haus in der Carroll Street
Spielfilm von Peter Yates, USA 1988.
New York, 1951: Emily Crane, Bildredakteurin bei LIFE, ist vor den berüchtigten „Ausschuss zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe“ zitiert worden, der unter dem Vorsitzenden Ray Salwen politische Gesinnungsschnüffelei betreibt. Als sie sich weigert, Mitglieder einer liberalen Bürgerrechtsorganisation preiszugeben, bekommt sie prompt die Macht des gefürchteten Senators zu spüren und verliert ihren Job. Um sich finanziell durchzuschlagen, verdingt sich die junge Frau daraufhin bei der halbblinden Miss Venable in der Carroll Street als Vorleserin. Als sie im Nachbarhaus seltsame Dinge beobachtet, versucht sie, über den Dolmetscher Stefan herauszubekommen, was dahintersteckt. Stefan wird jedoch vor ihren Augen umgebracht, ehe er nähere Auskünfte geben kann. Die couragierte Frau entgeht dem gleichen Schicksal nur, weil der FBI-Mann Cochran, der auf sie angesetzt ist, ihr in letzter Sekunde zu Hilfe kommt. Immer mehr vernachlässigt er seine geheimdienstliche Pflicht, da er sich rettungslos in die attraktive junge Frau verliebt.
Peter Yates' (1929 – 2011) packender Politthriller spielt im Amerika der frühen 1950er-Jahre, als Senator Joseph McCarthy mit seiner „Hexenjagd“ auf Kommunisten, Linksintellektuelle und ihre Sympathisanten eine Atmosphäre von Paranoia und Denunziation entfachte und tausende Existenzen vernichtete. Hollywood wurde zu seinem beliebtesten Jagdgrund, hier fand er viele Opfer, teilweise von zur Kooperation bereiten Kollegen ans Messer geliefert. Das Drehbuch schrieb Walter Bernstein, der eigene Erfahrungen einbringen konnte. Denn Bernstein (geb. 1919) geriet als Journalist und Drehbuchautor 1949 in die McCarthy-Maschinerie der Verfolgung und kam auf die berüchtigte „Schwarze Liste“. Zehn Jahre lang konnte er seinen Beruf nur unter Pseudonym ausüben.

Sonntag, 19. Juni: 1:10 – 2:05 Uhr (Nacht von So. auf Mo.) auf Arte

Benutzt und gesteuert – Künstler im Netz der CIA
Dokumentarfilm von Hans-Rüdiger Ninow.
Mehrere Hundert Millionen Dollar investierte der US-Auslandsgeheimdienst, um in einer der größten Nachkriegsoperationen ein weltweites Kulturnetz zu knüpfen. Zentrum der CIA-Aktivitäten war der „Kongress für kulturelle Freiheit“ – eine Organisation mit Sitz in Paris unter vollständiger Kontrolle der dort tätigen US-Agenten. Nationale Zweigorganisationen unterhielt der „Kongress“ in sämtlichen Staaten Westeuropas. Die Pariser Zentrale finanzierte in großem Stil „Kongress“-Zeitschriften für den Einsatz in Afrika, Lateinamerika und den arabischen Ländern. Ziel war der Kampf für amerikanische Werte in Bildender Kunst, Literatur und Musik. Insbesondere sozialkritische Intellektuelle und Künstler aus dem linken Lager waren für den „Kongress“ von Interesse. Mit geheimdienstlichen Mitteln sollten sie marxistischen Einflüssen entzogen und für den Einsatz an der US-Kulturfront bereitgemacht werden.
Als französische Plattform der Einflussnahme diente die Zeitschrift „Preuves“ unter dem Soziologen Raymond Aron. In Deutschland sammelte der „Kongress“ seine ahnungslosen Kulturträger im Umkreis des Blattes „Der Monat“. Die Finanzierung übernahm ab etwa 1958 die CIA. Zu den Mitarbeitern gehörten die wichtigsten Vertreter des westdeutschen Journalismus und der Verlagswelt. Neben Stützpunkten in Westberlin, München und Frankfurt am Main verfügte der „Kongress“ über eine Niederlassung in Köln mit hochrangigen Beziehungen, die in die Redaktionen sämtlicher großer Fernsehanstalten und Printmedien reichten. Unter anderem wurde auch um Heinrich Böll geworben – mit Erfolg, wie die Dokumente bestätigen. Der spätere Nobelpreisträger arbeitete dem „Kongress“ und seinen Organisationen über mindestens zehn Jahre zu – ohne die Hintergründe zu kennen, wie Günter Grass, eine andere Zielperson der CIA, vermutet. Nicht nur auf Böll und Grass hatte es der „Kongress“ abgesehen. Die erste Riege deutscher Literaten, bildender Künstler, Musiker und Kunstkritiker stand im Fadenkreuz der CIA und stellte sich, meist unwissentlich, zur Verfügung.

Mittwoch, 22. Juni: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

alpha-Forum: Karl-Heinz Büschemann – Wirtschaftsjournalist
Moderation: Sabina Wolf.

Mittwoch, 22. Juni: 23:00 – 0:30 Uhr im WDR Fernsehen

Tatort: Schatten
Krininalfilm von Thorsten Näter.
Der Enthüllungsjournalist Dieter Blohm wird tot aufgefunden. Sehr rasch entsteht der Verdacht, dass Blohm die Mitglieder einer Gruppe von Leuten, die in den 70er Jahren politisch aktiv waren, erpresst hat. Fast alle sind inzwischen erfolgreiche, etablierte Bürger: Politiker, Rechtsanwälte, Verleger und – Hauptkommissarin...
Damals war bei einem Anschlag auf eine Bremer Zeitung ein Wachmann ums Leben gekommen. Hauptkommissarin Inga Lürsen muss wieder in Kontakt zu den Freunden von früher treten, um herauszufinden, was damals tatsächlich geschehen ist und wer von den Beteiligten einen Grund hatte, Blohm umzubringen.
Als der Ex-Terrorist Feldmann, der auch zu der Gruppe um Inga gehörte, festgenommen wird und Inga belastet, gerät sie unter massiven Druck. Ihr Kollege Stedefreund muss sich entscheiden, ob er Inga vertrauen will und auf wessen Seite er steht. Inga wird vom Dienst suspendiert und muss nun nicht nur nach einem Mörder suchen, sondern auch in die Vergangenheit zurückgehen, um ihre Unschuld zu beweisen.

Montag, 27. Juni: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

alpha-Forum: Maria von Welser – Fernsehjournalistin, stellvertretende Vorsitzende UNICEF Deutschland
Sendung zum 65. Geburtstag von Maria von Welser.