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Dienstag, 1. Juni: 21:40 – 22:05 Uhr auf Arte

Gespräch: Andrew Jennings über die FIFA und die WM in Südafrika
10 Fragen an Andrew Jennings
Diskussionssendung.
Der britische Journalist Andrew Jennings beschäftigt sich seit 20 Jahren in seinen Büchern, Artikeln, Filmen und seinem Blog mit der „Politik und dem Geschäft des Sports“. Er kennt die Akteure, weiß von den Deals wie kein anderer. Kurz vor dem Anpfiff zur Fußball-WM gibt er ARTE ein exklusives Interview über das, was uns das Fest des runden Leders bringen wird und was ihn und viele andere Fußballfans schon immer gestört hat.
Die Hälfte der Südafrikaner lebt unter der Armutsgrenze, täglich geschehen mehr als 50 Morde. Daher war und ist die Skepsis, ob dieses Land ein solches Weltsportereignis stemmen kann, trotz vieler positiver Signale und der Beschwichtigungen von Politikern und Funktionären durchaus berechtigt. Umso mehr bemühen sich die Menschen in Südafrika, das erst vor 16 Jahren die dunkle Zeit der Apartheid überwunden hat, der Welt ein friedliches, modernes und vor allem gastfreundliches Land zu präsentieren. Dabei bedeutet die Fußball-WM für das Land auch ein großes Risiko. Es geht um politische Pfründe, Machtspiele von Verbänden und Funktionären, um Unternehmensinteressen – und um extrem viel Geld. Was also haben die Südafrikaner von dieser WM und was bleibt danach? Es ist wie in einer Spielbank. Es gewinnt nur einer k – die FIFA.

Samstag, 5. Juni: 0:35 – 2:10 Uhr (Nacht von Sa. auf So.) auf Bayerisches Fernsehen

ZUR FUSSBALL-WM IN SÜDAFRIKA 2010
Drum – Wahrheit um jeden Preis
Spielfilm von Zola Maseko, Südafrika/USA/Deutschland 2004.
Südafrika, 1951. Der Schwarze Henry Nxumalo arbeitet als Sportreporter in Johannesburg. Die Nächte verbringt der Journalist meist in Sophiatown, einem legendären, überaus lebendigen Stadtteil, in dessen Bars und Clubs Weiße und Schwarze in seltener Eintracht zusammenkommen, um Musik zu hören und zu feiern. Sophiatown ist ein Fluchtpunkt für all jene, die den alltäglichen Rassismus wenigstens zeitweise vergessen wollen. Aber Politik interessiert Henry ohnehin nicht. Seine Haltung ändert sich erst, als er eines Tages einen Insider-Tipp über die grausamen Zustände auf einer Buren-Farm außerhalb der Stadt bekommt, auf der die schwarzen Arbeiter äußerst schlecht behandelt werden. Ermutigt von seiner Ehefrau Florence schleust Henry sich als Arbeiter auf der Farm ein und veröffentlicht in dem Magazin „Drum“ einen aufrüttelnden Artikel über seine Recherchen. Mit immer neuen, investigativen Reportagen avanciert er vom harmlosen Sportkommentator zum Enthüllungsjournalisten. Durch seine Berichte gewinnt die kleine, vorwiegend von Schwarzen gelesene Zeitschrift eine immer größere Popularität. Während Henry als „Mr. Drum“ zu einer Ikone der Anti-Apartheids-Bewegung wird, wächst mit jedem neuen Enthüllungsartikel der Druck der politischen Machthaber auf ihn, seinen jungen deutschstämmigen Fotografen Jürgen Schadeberg sowie den weißen „Drum“-Herausgeber Jim Bailey. Als Henry von geheimen Plänen erfährt, nach denen Sophiatown auf Initiative korrupter Politiker zerstört und als Neubaugebiet verschachert werden soll, eskaliert die Situation: Henry startet einen journalistischen Feldzug gegen die Verantwortlichen.
„Drum – Wahrheit um jeden Preis“ ist ein aufwühlendes Apartheids-Drama nach einer wahren Geschichte. Zola Masekos Film hebt sich von anderen Filmen zu diesem Thema in mehrfacher Hinsicht ab: Weil er von einem schwarzen südafrikanischen Regisseur stammt, der die Rassentrennung noch selbst erlebt hat, und weil er sich auf das authentische Einzelschicksal eines Mannes konzentriert, dessen Geschichte bislang kaum bekannt ist. Mit „Drum – Wahrheit um jeden Preis“ gelingt Maseko das Kunststück, eine genaue Milieustudie und eine schillernde Hommage an den legendären Stadtteil Sophiatown zu liefern – und zugleich ein erschütterndes Dokument über die Gewalt und das alltägliche Unrecht im Apartheids-Südafrika

Sonntag, 6. Juni: 22:30 – 23:15 Uhr auf BR-alpha

Zum 60. Jahrestag der Gründung der ARD: 25 Jahre ARD – Silberhochzeit zu zwölft
Die Fernsehtruhe Extra (SWR-Sendung aus dem Jahre 1975).

Donnerstag, 10. Juni: 8.00 – 18:15 Uhr auf ZDFneo,

Ara Güler – Das Auge von Istanbul
Portrait aus der Reihe neoWelten.
Er war „Time Life“-Fotoreporter, porträtierte Picasso, Dali, Churchill, die Callas, Sophia Loren und viele andere. Er ist Mitglied der renommierten Agentur „Magnum“ und laut Museum of Modern Art in New York, ist der türkische Fotograf Ara Güler einer der besten Fotografen der Welt. Vor allem seine kraftvollen schwarz-weiß Fotos von seiner Stadt Istanbul, die er ein halbes Jahrhundert lang fotografierte, machten ihn bekannt als „Das Auge von Istanbul“. Im Film zeigt er seine Bilder und schlendert mit dem Filmemacher durch Istanbul

Samstag, 12. Juni: 6:35 – 6:45 Uhr auf SWR Fernsehen

GG 19 – 19 gute Gründe für die Demokratie
Artikel 5 – Meinungs- und Pressefreiheit – „Der große Videoschwindel“
Ein bekannter Journalist wird wegen gefälschter Reportagen angeklagt. Nach einem Schlagabtausch mit Richter und Staatsanwältin droht er, sich an die Öffentlichkeit zu wenden. Doch dann schließt der Richter Publikum und Presse aus.

Montag, 14. Juni: 2:40 – 2:50 Uhr auf ZDF

Elektrischer Reporter – Zukunft des Journalismus
Sendung mit Mario Sixtus.

Donnerstag, 17. Juni: 0:15 – 2:45 Uhr (Nacht von Do. auf Fr.) auf ZDF

Schrei nach Freiheit
Film von Richard Attenborough, Großbritannien 1987
Ein Klassiker des Anti-Apartheid-Kinos erzählt aus der Sicht eines weißen Journalisten. Durch die Freundschaft mit dem schwarzen Bürgerrechtler Steve Biko lernt der Chefredakteur einer südafrikanischen Zeitung, die politische Situation seines Landes in einem neuen Licht zu sehen. Unter der Regie von Richard Attenborough spielten Kevin Kline und Denzel Washington – beide noch am Anfang ihrer internationalen Karriere – 1987 die Hauptrollen in diesem aufwühlenden Drama, das Denzel Washington seine erste Oscar-Nominierung bescherte.
1975 lernt Donald Woods (Kevin Kline), Chefredakteur einer südafrikanischen Zeitung, den schwarzen Anti-Apartheid-Kämpfer Steve Biko (Denzel Washington) kennen. Nach anfänglicher Skepsis entwickelt sich zwischen den beiden Männern eine Freundschaft, durch die Woods die Augen über die unerträglichen Lebensbedingungen der Schwarzen geöffnet werden. Biko hatte sich 1972 an der Gründung des Black Community Program (BCP) beteiligt und trat bei großen öffentlichen Versammlungen auf. Die Apartheids-Regierung hatte seit 1973 einen „Bann“ über ihn verhängt, der mit scharfen Auflagen verbunden war: Er wurde überwacht, durfte seine Heimatstadt nicht verlassen und nicht mit mehr als einer Person gleichzeitig sprechen.
Als Biko zwei Jahre später bei einer Straßensperre verhaftet, gefoltert und Tage später getötet wird, radikalisiert sich auch Woods' Verhältnis zum Apartheid-Staat. Woods wird ebenfalls zur „banned person“ erklärt, unter Hausarrest gestellt und überwacht. Da es für ihn in Südafrika keine Zukunft mehr gibt, flieht er Silvester 1977 mit seiner Frau Wendy (Penelope Wilton) und ihren fünf Kindern über die Grenze – mit wenig mehr im kleinen Gepäck als ein paar persönlichen Gegenständen und dem Manuskript von Woods Biographie über seinen toten Freund Steve Biko.
„Cry Freedom“ wurde 1987 größtenteils in Zimbabwe gedreht. Der britische Regisseur Richard Attenborough („Gandhi“) erzählt dabei vor allem die Geschichte des weißen Journalisten Woods, dessen Bücher „Steve Biko – Stimme der Menschlichkeit“ und „Asking for Trouble“ die Grundlage für die Filmhandlung wurden. Es war nur folgerichtig, dass Donald und Wendy Woods die Dreharbeiten als Berater begleiteten – knapp zehn Jahre nach der gefährlichen Flucht aus ihrer alten Heimat, deren Regierung erst 1990 mit der Freilassung Nelson Mandelas nach 27 Jahren Haft das Ende des Apartheid-Regimes einleitete.