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Juni 2009
Dienstag, 16. Juni: 0:10 – 1:35 Uhr (Nacht von Di. auf Mi.) auf SWR Fernsehen
Good Night, and good Luck – Der Fall McCarthy
Spielfilm von George Clooney, USA 2005.
Vor dem Hintergrund der berüchtigten Kommunisten-Hetzjagd des US-Senators McCarthy in den 1950er Jahren erzählt „Good Night, and Good Luck“ von dem populären CBS-Fernsehmoderator Edward R. Murrow, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, in seiner Sendung „See It Now“ die heuchlerische Doppelmoral des erzkonservativen Politikers offen zu legen. Ausgangspunkt der Auseinandersetzung ist die Entlassung des Navy-Piloten Milo Radulovich im Jahr 1953 – die lapidare Begründung lautete, er sei ein „Sicherheitsrisiko“. Tatsächlich hatte der Mann sich lediglich geweigert, seine eigene Schwester zu denunzieren.
Murrow will in seiner Show über den umstrittenen Fall berichten. Dies ist ein wagemutiger Schritt – in einer Zeit paranoider Kommunistenangst und brutaler Verleumdungskampagnen gegen jede regierungskritische Stimme. Trotz der Risiken beschließen Murrow und sein Produzent Fred Friendly, die Story zu bringen. Während die liberale „New York Times“ den Fernsehmoderator unterstützt, starten andere Blätter unter Senator McCarthys Einfluss eine Schmutzkampagne gegen Murrow. Dieser reagiert auf die Angriffe mit einer Sendung, in der er McCarthys Brachialmethoden bloßstellt. Der Kampf von Edward R. Murrow und seinen Kollegen führt letztlich zum Erfolg ...
Der Film ist ein packendes Polit- und Journalismus-Drama nach einer wahren Geschichte. Oscar-Preisträger George Clooney hat sich in seiner zweiten Arbeit als Regisseur eines dunklen Kapitels der amerikanischen Polit-Geschichte angenommen. Dabei setzt Clooney nicht auf reißerische Spannungsmomente, sondern auf vielschichtige Charaktere und glaubhafte Konflikte.
Montag, 15. Juni: 23:25 – 0:15 Uhr auf 3sat
Bilder, die die Welt bedeuten – Von der Wirklichkeit in der Fotografie
Dokumentarfilm von Michael Hegglin.
Warum faszinieren gewisse Fotografien, die ästhetisch vielleicht unvollkommen sind, während andere Bilder langweilen, die mit höchstem künstlerischen Anspruch gemacht wurden? Ist Fotografie im Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten der digitalen Bildbearbeitung überhaupt noch glaubwürdig?
Der Dokumentarfilm begleitet die Schweizer Fotografin Iren Stehli in Prag bei ihren Fotoarbeiten über eine Roma-Familie und schaut dem Werbefotografen Ferco Dregelyvari bei der Bildbearbeitung über die Schulter. Er fährt mit dem Walliser Uhrmacher und Hobbyfotografen Arnold Zwahlen ins Wallis, wo dieser im Zweiten Weltkrieg das private Leben seiner Kompanie festgehalten hatte. Und er lässt den Fotosammler Peter Herzog in Basel die Ergebnisse seiner Recherche kommentieren. Schritt für Schritt legt der Film dar, warum Engagement und persönliche Integrität in der Fotografie zu größerer Überzeugungskraft und Glaubwürdigkeit führen als noch so ausgeklügelte digitale Technik.
Montag, 15. Juni: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha
Patricia Riekel, Journalistin
Sendung aus der Reihe alpha-Forum anlässlich des 60. Geburtstag von Patricia Riekel.
Sonntag, 14. Juni: 11:15 – 12:00 Uhr auf hr-fernsehen
Die Besten im Westen: Peter Scholl-Latour
Ein Film von Frank Bürgin.
In den vergangenen sechzig Jahren hat Peter Scholl-Latour von so ziemlich allen Krisenherden der Welt berichtet. Als Auslandskorrespondent hat er die Ereignisse kommentiert – und meist gleich noch einen Bestseller darüber geschrieben. Er sagt, wie es – zumindest seiner Ansicht nach – ist, und dafür lieben ihn seine Leser; sie machten den Fernsehjournalisten zum erfolgreichsten Sachbuchautor Deutschlands. 1924 in Bochum geboren, geriet Scholl-Latour 1945 auf der Flucht vor den Nazis in Gestapo-Haft. Noch im selben Jahr meldete er sich freiwillig zu den französischen Fallschirmjägern und diente bis 1947 im Indochinakrieg. Anschließend studierte er in Mainz und Paris, promovierte an der Sorbonne, begann seine journalistische Laufbahn als Reisekorrespondent und wurde 1954 Regierungssprecher des Saarlandes. 1956 ging er nach Beirut, nebenbei schrieb er für verschiedene Zeitungen und erwarb sich früh den Ruf eines Nahost-Experten. 1960 machte ihn die ARD zum Hörfunk-Korrespondenten für Afrika. Drei Jahre später baute er das Fernsehstudio Paris auf. Nach einem Intermezzo als WDR-Fernsehdirektor wechselte er 1971 zum ZDF und berichtete erneut aus Paris. Von 1983 bis 1987 arbeitete er für das Verlagshaus Gruner & Jahr, gründete den Fernsehsender RTL plus mit, war Herausgeber und für kurze Zeit auch Chefredakteur des „Stern“. Seit 1988 publiziert er als freier Journalist Artikel, Aufsätze, Filme und Bücher über die politischen Unwägbarkeiten dieser Welt. Der Irak-Krieg 2003 bescherte ihm die mediale Wiederauferstehung. 2005 bereiste er als 81-Jähriger mit einem Kamerateam den krisengeschüttelten Irak – auf eigenes Risiko.
Samstag, 13. Juni: 15:03 – 15:30 Uhr auf ARD
Dieter Kronzucker – höchstpersönlich
Film von Boris Penth.
Er gehört zum Urgestein des deutschen Fernsehens, sein Arbeitsplatz indes war und ist – die Welt: Dieter Kronzucker. Sein Aufstieg in die TV-Elite begann klassisch, als Gründer und Chefredakteur einer Münchner Schülerzeitung. 1963 begann er als freier Mitarbeiter beim WDR, war Korrespondent in Spanien, Portugal, Asien, Nord- und Lateinamerika, gründete 1978 das ZDF-„heute journal“ und moderiert derzeit auf N24 „Kronzuckers Kosmos“. Ein erfülltes Leben für den Beruf, so scheint es, das nur einmal heftige Kratzer bekam: 1980, als seine beiden Töchter und ein Neffe für zwei Monate entführt wurden. Wer aber verbirgt sich wirklich hinter dem rastlosen Journalisten? Boris Penth und ein Team des Hessischen Rundfunks haben sich für die ARD-Reihe „höchstpersönlich“ an seine Fersen geheftet, haben ihn in Oaxaca/Mexico besucht, wo der 73-Jährige ein Hotel besitzt, ihn im Zusammenspiel mit seiner ebenfalls erfolgreichen Tochter Susanne Kronzucker beobachtet und den ganz privaten Dieter Kronzucker am Tegernsee erlebt.
Mittwoch, 10. Juni: 23:00 - 23:30 auf NDR
ZAPP – Das Medienmagazin
Moderation: Inka Schneider
Montag, 8. Juni: 9:55 – 10:40 Uhr auf Arte
Schwarzweiß ist Farbe genug – Die Fotografin Barbara Klemm
Dokumentation von Burghard Schlicht.
Sie ist klassisch, ohne konservativ zu sein. Sie ist eine typische Fotoreporterin, aber ihre Bilder sind voller Poesie. Barbara Klemm ist eine der angesehensten Fotografinnen unserer Zeit, eine große Dokumentaristin und zugleich eine Künstlerin von Rang. Ihr fotografisches Werk ist beinahe unüberschaubar – rund eine Million Negative lagern allein in den Archiven der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, für die sie rund 45 Jahre lang auf Bilderjagd war. Es entstanden klassische Reportagefotos und Künstlerporträts, zeithistorische Momentaufnahmen und Reisedokumentationen aus aller Welt.
Burghard Schlicht hat die vielfach preisgekrönte Fotografin einige Wochen lang mit der Filmkamera begleitet, bei ihrer Arbeit, auf Reisen wie zum Beispiel nach Lettland, in Berlin sowie bei Begegnungen mit Freunden und Kollegen.
Freitag, 5. Juni: 7:00 – 7:30 Uhr auf 3sat
Willi wills wissen: Wie kommen die Nachrichten ins Fernsehen?
Sendung für Kinder und neugierige Erwachsene.
Die richtigen Fragen stellen, das ist die Stärke des Journalisten und Pädagogen Helmar Willi Weitzel, genannt Willi. In der Serie „Willi wills wissen“ macht er sich auf den Weg, um zu einem Thema möglichst viel zu erfahren.
Wer ist in Norwegen zum Präsidenten gewählt worden? Wie steht es um die deutsche Wirtschaft? Wie ist das Fußballspiel ausgegangen? Und: Wie wird das Wetter morgen? Die Nachrichtensendungen im Fernsehen geben Antworten auf solche Fragen. Wie sie produziert werden, das will Willi diesmal bei der meistgesehenen deutschen Nachrichtensendung herausfinden, bei der „Tagesschau“ in Hamburg. Welche Meldungen dort verlesen werden, wird jeden Tag von den Mitarbeitern der „Tagesschau“-Redaktion entschieden. Einige der Nachrichten werden als Filmbeiträge präsentiert: Das ist die Gelegenheit für Willi, sich als Nachrichtenreporter nützlich zu machen. Wie die Beiträge zustande kommen, erfährt Willi von Reporter Florian, der mit seinem Team am Hamburger Hafen eine Demonstration dreht. Jetzt wird es eilig, in wenigen Minuten muss der Beitrag auf Sendung gehen. Was Willi noch nicht wusste: Außer dem Sprecher ist niemand im Nachrichtenstudio, die Kameras werden von nebenan per Fernbedienung gesteuert. Nun zum Wetterbericht: Gemeinsam mit Sprecher Claus-Erich Boetzkes steht Willi am „Tagesschau“-Tisch und befragt per Schaltung live Wettermann Wolfgang Klosinski in Frankfurt. Wo ist eigentlich die Wetterkarte? Genau wie Claus-Erich im Hamburger Studio steht der Wettermann nur vor einer blauen Wand, der „Bluebox“: Mit einem technischen Trick werden alle Karten, Fotos und Grafiken, die man in der Sendung sieht, auf den blauen Hintergrund projiziert.
