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Samstag, 5. Februar: 21:50 – 22:50 Uhr auf Bayerisches Fernsehen

Gursky, Fotograf
Dokumentarfilm von Jan Schmidt-Garre.
Wie entsteht ein Bild von Andreas Gursky, dem zurzeit teuersten und bedeutendsten Fotografen der Welt? Jan Schmidt-Garre hat den Künstler bei der Arbeit beobachtet – von der ersten Motivbesichtigung über mehrere Shootings bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird.
Andreas Gursky, einer der bekanntesten und bestbezahlten Fotografen der Gegenwart, wird seit vielen Jahren gedrängt, sich bei seiner Arbeit von einem Filmteam beobachten zu lassen. Erst jetzt hat er eingewilligt. Jan Schmidt-Garre hat die Entstehung des neuesten Bildes von Andreas Gursky „Hamm, Bergwerk Ost“ in seinen Entstehungsphasen dokumentiert und das Bild auf der Reise zu seinem neuen Besitzer begleitet. Der Weg führt von Gurskys erster Motivbesichtigung über mehrere Shootings im Bergwerk bis ins Computerstudio, wo das Bild digital bearbeitet und montiert wird. Bei einer Retrospektive von Gurskys Werk wird das Bild öffentlich gezeigt und gelangt schließlich in die Privatsammlung eines der reichsten Männer der Ukraine. Unterbrochen wird die Geschichte von Einblicken in Gurskys spektakuläres Oeuvre, kommentiert vom früheren Direktor des Centre Pompidou, Werner Spies, und von Gurskys Lehrerin an der Düsseldorfer Kunstakademie, Hilla Becher.
Dem am 15. Januar 1955 in Leipzig geborenen Andreas Gursky war die Fotografie gewissermaßen in die Wiege gelegt. Schon sein Vater Willy Gursky sowie der Großvater arbeiteten als Werbefotografen. Als Meisterschüler von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie Düsseldorf zählt Andreas Gursky neben Thomas Ruff, Axel Hütte, Jörg Sasse, Candida Höfer u. a. zur Gruppe der „Becher-Schüler“, die von der dokumentarischen Praxis ihrer Lehrer geprägt sind. Gursky ist bekannt für seine Arbeit mit einer Großbildkamera und seine großformatigen Bildabzüge, die auf den ersten Blick eine Objektivität suggerieren, die der Künstler jedoch durch digitale Bildbearbeitung, irritierende Bildmanipulationen und Verzerrungen der Größendimensionen unterläuft. Thematisch prägt Gurskys Werk die Bevorzugung von Sujets, die eng mit der heutigen Konsum- und Produktionswelt assoziiert sind. Auf dem internationalen Kunstmarkt erzielen Abzüge seiner Fotografien seit fast zwanzig Jahren Höchstpreise. So wurde seine Fotografie „99 Cent“ (2001) z. B. für 2,2 Millionen Dollar versteigert, „99 Cent II Diptychon“ erzielte gar 3,3 Millionen US-Dollar und gilt als teuerste Fotografie aller Zeiten.

Dienstag, 8. Februar: 2:05 – 4:05 Uhr (Nacht von Di. auf Mi.) auf ARD

Under Fire
Spielfilm von Roger Spottiswoode, USA 1982.
Der amerikanische Fotojournalist Russel Price (Nick Nolte) verlässt den Tschad, als der Kampf der revolutionären Sandinisten gegen den Diktator Somoza in Nicaragua 1979 die entscheidende Phase erreicht. In Südamerika erhofft er sich spektakulärere Bilder, als der Krieg in Afrika sie hergibt. Seine Kollegin Claire Stryder (Joanna Cassidy) begleitet ihn. Sie war bisher mit Alex Grazier (Gene Hackman) liiert, der ebenfalls als Journalist arbeitet, hat sich jetzt aber für Price entschieden. In Nicaragua lernen die beiden den zwielichtigen Jazy (Jean-Louis Trintignant) kennen. Als Price endlich den charismatischen Guerillaführer Rafael (Jorge Zepeda) aufnehmen kann, ist es nicht das Foto, von dem er träumt, denn Rafael ist tot. Price lässt ihn jedoch in seinem Bild auf Drängen der Sandinisten auferstehen und wird dadurch selber in den Strudel der Revolution hineingezogen, über die er nur berichten wollte.
„Under Fire“ zeigt den Höhepunkt des damaligen Bürgerkriegs in Nicaragua aus der Sicht des Bildreporters, der seine distanzierte Position nicht durchhalten kann. Neben Ed Harris, Jean-Louis Trintignant und Gene Hackman spielte Nick Nolte die Hautrolle.

Dienstag, 15. Februar:20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

Robert Leicht – Journalist und Publizist
Moderation: Corinna Spies.
Robert Leicht, geboren 1944, war von 1992 bis 1997 Chefredakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Donnerstag, 17. Februar: 0:35 – 2:25 Uhr auf ARD

Kalifornia
Spielfilm von Dominic Sena.
Ein Journalist und eine Fotografin befinden sich auf einer Recherche-Reise zu den Schauplätzen berühmter Mordfälle quer durch die USA. Unwissentlich nehmen sie auf ihrer Tour einen Serienkiller mit, und so endet die im wahrsten Sinn des Wortes mörderische Fahrt in einer Katastrophe.
„Kalifornia“ ist ein spannungsgeladenes Roadmovie, das die kleinkarierte Welt eines Journalisten, der über Mörder schreiben will, mit der blutigen Wirklichkeit eines eiskalten Killers konfrontiert, der nur von seinen Instinkten geleitet ist. Hollywoodstar Brad Pitt spielt die Hauptrolle in diesem Film.

Samstag, 19. Februar: 23:55 – 0:25 Uhr auf Arte

Zapping International: Das Fernsehen in Vancouver
Dokumentation von Roxanne Frias.
Wer in Vancouver den Fernseher einschaltet, stößt mit großer Wahrscheinlichkeit auf eine Fantasy-Serie: Seit 50 Jahren schon flimmern die Science-Fiction-Reihen der lokalen Trickfilmstudios über die heimischen Bildschirme. In den 90er Jahren entwickelte sich die Metropole im Südwesten Kanadas zur drittgrößten Filmstadt in Nordamerikas. Das trug ihr den Spitznamen „Hollywood North“ ein.
Vancouver liegt in der Provinz British Columbia und ist die wichtigste Hafenstadt an Kanadas Pazifikküste. Sie zeigt sich jung, tolerant und multikulturell – und genauso vielfältig ist ihre Fernsehlandschaft. Ein Ausländeranteil von 52 Prozent sorgt in der Stadt und seinem regionalen Fernsehen für ein buntes Programm in den verschiedensten Sprachen: Vor allem Chinesen, aber auch Südasiaten, Koreaner, Philippiner und Polen schauen die Sendungen aus ihrer Heimat in Originalfassung.
Und neben zahlreichen Sendeformaten zu Umweltthemen ist der vor 15 Jahren gegründete erste schwul-lesbische Fernsehsender der Welt „OUT TV“ ein Highlight des lokalen Fernsehprogramms.

Sonntag, 20. Februar: 2:45 – 4:15 Uhr (Nacht von So. auf Mo.) auf Arte

Die Nachrichten
Fernsehfilm von Matti Geschonneck anch einem Buch von Alexander Osang.
Mitte der 90er Jahre. Jan Landers hat es geschafft: Er ist Nachrichtensprecher in Hamburg. Aufgewachsen in Ostberlin, hat er in den Jahren nach der Wende schnell Karriere gemacht. Doch plötzlich scheint ihn seine DDR-Vergangenheit einzuholen. Eine Spiegel-Redakteurin und ein Provinzjournalist liefern sich einen Wettlauf um Gerüchte über seine Vergangenheit und mögliche Stasi-Akten.

Samstag, 26. Februar: 0:55 – 1:20 Uhr (Nacht von Sa. auf So.) auf Arte

Zapping International: Das Fernsehen der Waliser
Film von Roxanne Frias.
Wer in Cardiff zappt, stößt unweigerlich auf eine zu 100 Prozent walisische Serie. Seit zwei Jahren hat sich das Fernsehschaffen in Wales unter Leitung des rührigen Drehbuchautors und Produzenten Russell T. Davies zu einer wahren Industrie entwickelt.
Zwei der von Davies produzierten und in den Straßen von Cardiff gedrehten Fernsehserien, „Doctor Who“ und „Torchwood“, gehören zu den beliebtesten Serien des Vereinigten Königreichs. Eine weitere walisische Produktion, die auf BBC3 ausgestrahlte Serie „Gavin & Stacey“, wurde im letzten Jahr zweimal mit den hoch angesehenen BAFTA-Awards ausgezeichnet. Sie schildert die zärtliche Freundschaft zwischen einem jungen Mann aus Sussex und einer jungen Waliserin. Doch der wirkliche Star der Seifenoper ist Wales mit seinem ländlichen Kolorit und seinem besonderen Akzent.
Wer noch tiefer in die walisische Kultur eintauchen will, der schalte auf den walisischsprachigen Sender S4C um. Dem Walisischen, das zur keltischen Sprachfamilie gehört, fühlen sich die Einwohner von Cymru – wie „Wales“ auf Walisisch bezeichnet wird – sehr verbunden. Auf SC4 wird unter anderem eine der ältesten britischen Serien, „Pobol y Cwm" ("Die Leute aus dem Tal") gezeigt, die die Zuschauer seit 1974 verfolgen.
Die Reality-TV-Serie „Coal House“ auf BBC Wales stellt ein Novum in der örtlichen Fernsehlandschaft dar. Gefilmt werden Familien, die sich bereiterklärt haben, wie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in den Kohlebergwerken im Südosten des Landes zu leben. Neben neuen Trends steht also Tradition weiterhin ganz oben auf der Beliebtheitsskala, was die vielen Übertragungen von Rugbyspielen und Chorgesängen zeigen.