Volltextsuche

Header

Login

  E-Mail-Adresse   Passwort

Dienstag, 25. August: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

alpha-Forum: Gabriele Krone-Schmalz, Fernsehjournalistin
Moderation: Hilde Stadler.

Samstag, 15. August: 17:20 – 18:05 Uhr auf Arte

Mein Leben – Günter Wallraff
Dokumentation von Jean Boué , Deutschland/Spanien 2009.
Sein treuester Begleiter ist das Telefon. Günter Wallraff nimmt immer ab. Tag und Nacht. Dafür unterbricht er sogar das Joggen. Er ist unter Strom, dauernd unterwegs, irgendwie getrieben, ständig auf dem Sprung. „Er muss die Welt retten“, sagt ein Freund über ihn. Während der Dreharbeiten zu dieser Dokumentation taucht Wallraff dreimal ab; er arbeitet wieder undercover.
Günter Wallraff, 67, findet keine Ruhe. Er schlüpft in ständig neue Rollen, verjüngt sich, will es immer wieder wissen. Dabei hat er doch eigentlich alles erreicht. Wallraffs Reportagen haben das Land verändert. Seit Anfang der 60er Jahre schlich er sich in fremde deutsche Alltagswelten ein, war Kumpel, Priester, Pförtner, Penner.
Als Reporter Hans Esser entlarvt er die Methoden der „Bild“-Zeitung, als Türke Ali legt er die miserablen Arbeitsbedingungen für Ausländer bloß. Er wird weltberühmt, seine Bücher sind Bestseller, seine Enthüllungen werden in über 30 Sprachen übersetzt. Seine Arbeitsweise findet sogar Eingang in skandinavische Wörterbücher: Als „wallraffen“ bezeichnet man dort das „Sicheinschleichen, um die Wahrheit ans Licht zu bringen“.

Freitag, 14. August: 23:20 – 0:20 Uhr auf DMAX

Discovery Geschichte: Reporter im Krieg – Dein Leben für die Story“
Dokumentation.
Anfang der 90er Jahre kommt es auf dem Balkan zu blutigen kriegerischen Auseinandersetzungen. Ex-Jugoslawien zerfällt in autonome Teilstaaten, die sich heftig bekämpfen. In Rumänien, Kroatien und Bosnien wurden viele Orte, an denen sich Monate zuvor noch Touristen vergnügten, plötzlich zu Schlachtfeldern. Dass Journalisten in Afrika oder Asien enorme Gefahren auf sich nehmen mussten, um ihre Arbeit zu tun, war für die Öffentlichkeit im Lauf der Jahre zur Gewohnheit geworden. Jetzt aber rückte die Gewalt näher. Plötzlich setzten Reporter wie Bob Simon von „CBS News“und John F. Burns von der „New York Times“ mitten in Europa ihr Leben aufs Spiel, um über die Gräueltaten eines mörderischen Krieges zu berichten.
Anhand von Interviews und vielen Fallbeispielen schildert diese Episode der vierteiligen Dokumentationsreihe, welch schlimmen Situationen die internationalen Kriegsberichterstatter ausgesetzt waren.

Samstag, 8. August: 17:20 – 18:05 Uhr auf Arte

Rupert Neudeck – Der radikale Samariter
Dokumentation von Ilona Kalmbach und Sabine Jainski.
Am 9. August 1979 sticht Rupert Neudeck mit der Cap Anamur in See. Von Japan aus fährt er aufs Chinesische Meer. Seine Mission: die Rettung der vietnamesischen Boatpeople, die zu Tausenden vor dem kommunistischen Regime flüchten. Der Journalist und Philosoph folgt dem Samaritergleichnis in der Bibel. Er will Menschen in Not helfen, ganz gleich, wo sie sich befinden – ohne bürokratische Schranken. Mit seiner Bürgerinitiative setzt Neudeck Maßstäbe – eine Epoche humanitärer Rettungsaktionen beginnt.
Auch heute, mit 70 Jahren, ist Rupert Neudeck weiter aktiv. Mit seiner neuen Hilfsorganisation, den Grünhelmen, unterstützt er den Aufbau in kriegszerrütteten Gebieten. Krieg, Zerstörung und Flüchtlingselend hat Neudeck in jungen Jahren selbst erlebt. 1945 flüchtet er mit der Mutter und den drei Geschwistern aus Danzig. Nach einer einjährigen Odyssee durch ganz Deutschland findet die Familie in Hagen/Westfalen eine neue Heimat.
Bereits als Schüler entwickelt Neudeck ein politisches Bewusstsein und engagiert sich. Als die Ungarn sich 1956 erheben, hält den 17-Jährigen nichts in der Schule: Er steigt einfach in den nächsten Zug nach Bonn, um an einer Demonstration teilzunehmen. Die Dokumentation begleitet ihn weiter zum Kloster Jakobsberg, wo er mit 20 Jahren Jesuit werden will. In dieser Lebensphase wendet Neudeck seine Radikalität gegen sich selbst: Mit strenger Askese hungert er sich fast zu Tode und braucht Jahre, um wieder ins normale Leben zurückzufinden.
In Münster trifft Neudeck seine spätere Frau Christel – bis heute unverzichtbare Partnerin fürs Leben und die humanitäre Arbeit. In 30 Jahren Ehe sind die Neudecks nur dreimal in den Urlaub gefahren: Ihre Welt sind die Krisengebiete der Erde.

Montag, 3. August: 22:45 – 0:50 Uhr auf WDR Fernsehen

Tausend Milliarden Dollar
Spielfilm von Regie Henri Verneuil, Frankreich 1982.

Paul Kerjean arbeitet für „La Tribune“ in Paris. Durch einen Telefonanruf kommt der junge Journalist in Kontakt mit einem Informanten, der sich nicht zu erkennen geben will. Dafür gibt er Kerjean brisante Informationen über den erfolgreichen Politiker und Präsidenten der „Electronic de France“ Jacques Benoît-Lambert. Über Benoît-Lamberts Frau, die ihren Mann und seine junge Geliebte Laura heimlich überwachen lässt, erhält Kerjean die Adresse des Privatdetektivs Walter. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Kerjean noch nicht, dass die Quelle der gezielten Indiskretionen gegen Benoît-Lambert der mächtige multinationale Konzern G.T.I. ist, dessen Präsidenten er vor einiger Zeit auf der Jahreshauptversammlung in Brüssel kennen gelernt hatte. G.T.I. gehört zu den 30 mächtigsten Unternehmen der Welt, die einen Jahresumsatz von insgesamt tausend Milliarden Dollar erzielen.Kurz nachdem „La Tribune“ einen aufsehenerregenden Artikel Kerjeans über Benoît-Lamberts Geschäfte veröffentlicht hat, wird der Großindustrielle in seinem Auto erschossen aufgefunden. Anscheinend hat er sich selber das Leben genommen, inWirklichkeit ist er jedoch das Opfer von Machtintrigen geworden, als deren unfreiwilliges Werkzeug sich Kerjean missbrauchen ließ. Nach dieser Entdeckung riskiert der junge Journalist Stellung und Leben, um die Machenschaften des Konzerns aufzudecken ...
Frankreichs Erfolgsregisseur Henri Verneuil, früher selbst Journalist, hat dieses spannende Crime-Drama über die Macht und die Machenschaften der Multis zwar kaum nach gängigen Regeln journalistischen Handwerks, dafür aber publikumswirksam im bewährten Stil des Unterhaltungskinos inszeniert. Sein hervorragend besetzter Polit-Thriller über den Kampf eines „Reporter-Davids“ gegen einen „Konzern-Goliatah“ ist eine spektakuläre Kombination von Action-Kino, Kolportage und Sozialkritik. 

Samstag, 1. August: 15:03 – 15:30 Uhr auf ARD

Jörg Pilawa höchstpersönlich
Film von Horst Mühlenbeck.
Der Moderator, Talkmaster und Produzent Jörg Pilawa gehört zu den beliebtesten deutschen Fernsehgesichtern. Für seine Verdienste um die deutsche TV-Unterhaltung wurde „der Mann ohne Ecken und Kanten“ sogar mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. Der Sohn eines Ingenieurs wächst in Hamburg auf und studiert nach dem Abitur zunächst Medizin, wechselt dann aber zu Geschichte und Soziologie. Bereits während seiner Universitätszeit verdient sich Pilawa journalistische Sporen mit Sportnachrichten. SAT 1 verpflichtet das Talent als Redakteur für die Bundesliga-Sendung „ran“, überträgt ihm kleinere Publikumsshows und schließlich Talkrunden. Als Jörg Pilawa auch mit Quiz-Sendungen glänzt, wirbt ihn die ARD 2001 ab und verpflichtet ihn gleich für eine ganze Reihe von parallelen Fernsehproduktionen.
Das Fernsehpublikum schätzt an der „Allzweckwaffe“ den unverkrampften Charme, seine Ehrlichkeit, Anteilnahme und nicht zuletzt die Verlässlichkeit. Zu seinen Stärken gehört, dass er sich unglaublich schnell auf neue Themen und Studiogäste einstellen kann und auch Pannen bei Live-Sendungen souverän in den Griff bekommt. Doch dahinter stecken jahrelange Arbeit, Disziplin und ein knallharter Terminkalender, denn „ganz nebenbei“ betreibt der 41-Jährige in Hamburg auch eine eigene Produktionsfirma. Horst Mühlenbeck und dem Team des Hessischen Rundfunks ist es gelungen, für die Porträtreihe „höchstpersönlich“ den umtriebigen ARD-Anchorman sowohl bei der Arbeit, als auch privat im Kreise der Familie zu begleiten.
Bei einem Besuch in seinem Lieblingsland Kongo hat Jörg Pilawa spontan und spektakulär nach afrikanischem Brauch seine langjährige Lebenspartnerin, die Lehrerin Irina Opaschowski, geheiratet. Jörg Pilawa ist Vater von drei Kindern und engagiert sich sehr für die Jüngsten der Gesellschaft: so unterstützt er das Kinderdorf Bethanien in Mönchengladbach. Im „höchstpersönlichen“ Gespräch nimmt der selbstbewusste und sympathische Fernsehunterhalter kein Blatt vor den Mund. Mit hanseatischem Humor plaudert er über seine Ansichten, Absichten und seine eigenwillige Lebensgeschichte.