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Sonntag, 27. November: 16:35 – 17:20 Uhr auf Arte

Oliviero Toscani – Bilderwut        
Dokumentation von Peter Scharf und Katja Duregger.
Das blutdurchtränkte T-Shirt eines gefallenen Soldaten, eine Nonne, die einen Priester küsst, ein ausgemergelter junger Mann, gezeichnet von der tödlichen Immunschwächekrankheit Aids – mit Bildern wie diesen hat die Modefirma Benetton in den 90er Jahren für ihre Produkte geworben. Der italienische Fotograf Oliviero Toscani hat die Kampagnen konzipiert und fotografiert. Er hat Themen wie Aids, Flüchtlingselend oder Rassismus in die Werbung geholt. Die Anzeigen und Plakate haben weltweit heftigste Proteste ausgelöst, viele sind sogar verboten worden. Der Film porträtiert den berühmten italienischen Fotografen, der dieses Jahr für ARTE im Rahmen des crossmedialen Projekts „Photo for Life“ eine Masterclass leitete.

Donnerstag, 1. Dezember: 15:00 – 16:00 Uhr auf WDR Fernsehen und SWR Fernsehen

Planet Wissen: Zwischen den Fronten – Reporter im Krieg
Wissensmagazin.
Gewaltsame Konflikte, Kriege, Katastrophen: Immer wenn auf der Welt etwas passiert sind Reporter, Journalisten, Kameraleute und Fotografen schnell vor Ort. In Kürze werden die Bilder und Informationen über die Ereignisse übermittelt. So werden die Konflikte öffentlich. Doch als Kriegsreporter hat man einen der schwierigsten und auch gefährlichsten Berufe der Welt. Allein im Jahr 2011 sind 35 Journalisten getötet worden. Warum begibt man sich als Reporter also in eine solche Gefahr? Unter welchen Bedingungen arbeiten die Kriegsreporter? Und wie kann man sich physisch und psychisch darauf vorbereiten?
Zu Gast bei „Planet Wissen“ sind der Journalist und Krisenreporter Christoph Reuter und die Trainerin für traumatisierte Journalisten Fee Rojas.

Freitag, 2. Dezember: 21:02 – 21:45 Uhr auf EinsExtra

Ein Artikel zu viel – Die Ermordung der Journalistin Anna Politkowskaja
Film von Eric Bergkraut.
Am 7. Oktober 2006, dem Geburtstag von Wladimir Putin, wird die russische Journalistin Anna Politkowskaja in Moskau erschossen. Ihr Tod ist für die Familie eine Katastrophe – aber er ist zugleich ein politischer Akt. Zusammen mit der Vorgeschichte ist er dazu geeignet, eine Bilanz der Präsidentschaft Putins zu ziehen. Diese ging Anfang März 2008 zu Ende.
Viel hat sich auch unter seinem Nachfolger nicht verändert. Das zeigen die jetzigen Duma-Wahlen.
Die Sendung zeichnet anhand exklusiver Archivaufnahmen und ebensolcher Kontakte sowie Sequenzen den persönlichen und politischen Weg von Anna Politkowskaja nach. Auch fasst der Film den neusten Ermittlungsstand zusammen, von offizieller wie von oppositioneller Seite. So entsteht eine große Nähe zur Protagonistin und ein politisches Porträt.
Regisseur Eric Bergkraut verfügte durch seinen Vorgängerfilm „Coca“, in dem Anna Politkowskaja eine Schlüsselfigur spielte, über drei bis vier Stunden exklusives Drehmaterial. Es zeigt die Journalistin sowohl privat als auch auf der Bühne in Moskau und in Genf. Es handelt sich dabei um einen einzigartigen Schatz, denn Anna Politkowskaja war ein reservierter Mensch. Ergänzt werden die Sequenzen durch Interviews mit Weggefährten wie z. B. dem ehemaligen Schachweltmeister Kasparov, durch Statements der offiziellen Untersuchungsorgane – sowie durch intime Aussagen aller wesentlichen Familienmitglieder: der Tochter, dem Sohn und der Schwester sowie dem Ex-Mann. Der Zuschauer wird durch die Bilder, die mit dem Mord zusammenhängen, ein Stück russischer Gegenwart verstehen können – durch die Bekanntschaft mit dieser konsequenten, aber auch sanften Dame.
„Ja, es ist ein Wunder, dass ich noch da bin. Etwas muss mich auf der Erde zurückhalten.“ (Anna Politkowskaja im März 2004)

Mittwoch, 7. Dezember: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

alpha-Forum: Michael Naumann – Kulturstaatsminister a.D., Chefredakteur Cicero
Moderation: Christoph Lindenmeyer.
Sendung zum 70. Geburtstag von Michael Naumann.

Donnerstag, 8. Dezember: 15:35 – 16:20 Uhr auf ZDFinfo

neoWissen: Virtual Revolution – Wie das Web unser Leben verändert (2): Staatsfeind Nummer eins?
Beispiele wie China oder Iran zeigen, welche Gefahr vom Web für staatliche Autoritäten ausgeht. Blogs oder Kommunikationsplattformen wie Twitter werden plötzlich zu schlagkräftigen Waffen im Kampf zwischen Individuen und Regierungen. Frei zugängliche Informationen und neue Kommunikationskanäle fördern zivilgesellschaftliche Bewegungen und lassen den Einfluss von Parteien schwinden.
Gleichzeitig begünstigt das Web aber auch die Radikalisierung und Organisation von extremistischen Gruppierungen. Die Folge »Staatsfeind Nummer eins?« stellt die Frage nach dem Einfluss des Webs auf die globale Politik in den Mittelpunkt.
Mit Beiträgen von Al Gore, dem ehemaligen Wikileaks-Sprecher Daniel Schmitt und vielen anderen, geht Journalistin Dr. Aleks Krotoski der Frage nach, wie soziale Netzwerke, globale Finanzdienstleister wie Paypal oder die Enthüllungsplattform Wikileaks bestehende Machtgefüge ins Wanken bringen und welche Gefahren durch Cyber-Angriffe drohen können.

Montag, 19. Dezember: 23:30 – 1:35 Uhr auf WDR Fernsehen

Die Unbestechlichen (All the President's Men)
Spielfilm von Alan J. Pakula, USA 1976.
Im Jahr 1972 ereignet sich im Vorfeld der amerikanischen Präsidentschaftswahlen ein Einbruch in das Hauptquartier der Demokratischen Partei. Der junge Reporter Bob Woodward soll für die Washington Post über den vermeintlichen Bagatellfall berichten. Dabei stößt er auf Hinweise, dass weit mehr hinter der Sache steckt als ein simpler Einbruch. Gemeinsam mit seinem Kollegen Carl Bernstein nimmt er die Recherchen auf. Allen Widerständen zum Trotz lassen die beiden Journalisten nicht locker – und decken schließlich einen der größten Politskandale der amerikanischen Geschichte auf. Denn die Spur der Drahtzieher führt direkt ins Weiße Haus.
In seinem preisgekrönten Klassiker „Die Unbestechlichen“ erzählt Regisseur Alan J. Pakula die Geschichte des Watergate-Skandals, der Präsident Nixon zu Fall brachte. Die Hauptrollen spielen Dustin Hoffman und Robert Redford, der am 18. August 1936 in Santa Monica, Kalifornien, geboren wurde.

Dienstag, 20. Dezember: 20:15 – 21:00 Uhr auf BR-alpha

alpha-Forum: Tanjev Schultz und Roland Preuß – Journalisten
Magazin mit Hans Oechsner.

Mittwoch, 21. Dezember: 2:20 – 2:35 Uhr (Nacht von Mi. auf Do.)

Interview
Kurzfilm von Sebastian Marka.
Der ehrgeizige Zeitungsjournalist Lennart Lamar trifft den Serienmörder Tillmann zu einem geheimen Exklusivinterview in einem Hotel. Tillmann präsentiert Lennart brisante Details seiner Morde und hat sogar einige Trophäen mitgebracht. Lennart, der die Morde seit einiger Zeit interessiert verfolgt, glaubt sich mit seiner Story schon auf der Titelseite, als das Interview plötzlich kippt. Alles deutet nämlich darauf hin, dass Tillmanns letztes Mordopfer Lennarts Ehefrau war. Tillmann beginnt ein perfides Spiel mit dem Journalisten, und was als Titelstory begonnen hat, verwandelt sich in Lennarts persönlichen Alptraum.

Montag, 26. Dezember: 22:00 – 22:50 Uhr auf Arte

Die Wiege des Kinos
Dokumentation von Jérôme Prieur.
Die Geburt des Kinos, der bewegten Bilder auf der Leinwand, steht am Ende einer langen Reihe von Experimenten und Erfindungen, aus denen im Jahr 1895 – fast zufällig – der Kinematograph der Brüder Lumière hervorging. Sie erlaubten es dem französischen Illusionisten und Theaterbesitzer Georges Méliès, seine ersten „Féerien“, märchenhafte Ausstattungsstücke, zu drehen. Bereits 1798 beeindruckte der Physiker und Zauberkünstler Etienne-Gaspard Robert alias Professor Robertson sein Publikum mit einem Projektionsapparat, seiner ersten „Fantasmagorie“. Er hatte die Laterna magica perfektioniert und ließ Teufel und Gespenster in künstlicher Dunkelheit tanzen.
Die Dokumentation erzählt, wie Forscher und Illusionisten, Künstler, Fotografen und Erfinder – unter ihnen Joseph Plateau, Emile Reynaud, Eadweard Muybridge, Etienne-Jules Marey und Thomas Edison – nach ihm versuchten, das Geheimnis der bewegten Bilder einzufangen. Ihre fragilen und wertvollen Bilder sind die Vorgeschichte des Kinos, das heute zu den selbstverständlichsten Vergnügungen gehört.