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Aktuelle TV-Tipps
Samstag, 4. September: 1:50 – 2:50 Uhr (Nacht von Sa. auf So.) auf ARD
Fletch – Der Troublemaker(Fletch)
Spielfilm von Michael Ritchie, USA 1985.
Fletch ist ein cleverer Reporter mit detektivischem Spürsinn. Immer auf der Suche nach journalistischen Knüllern, führt er ein bewegtes Leben und schlüpft von einer Verkleidung in die andere. Eines Tages macht ihm ein gewisser Stanwyk ein höchst dubioses Angebot: Fletch soll ihn umbringen, da er unheilbar krank sei. Verblüfft wittert der Zeitungsmann eine Schurkerei und beginnt mit seinen Nachforschungen. Der beliebte amerikanische Komiker Chevy Chase spielt die Hauptrolle in dieser reizvollen Krimi-Komödie.
Sonntag, 5. September: 16:00 – 16:30 Uhr auf Bayerisches Fernsehen
Einblick. Themen u. a.: „Alles schläft, einsam wacht ...” – Nachtarbeit in der Medienbranche / Anzeigeneinbruch und Auflageverlust – Tageszeitung in der Krise
Moderation: Tilmann Schöberl.
Montag, 6. September: 12:45 – 13:00 Uhr auf rbb Fernsehen
Zwischen Klatsch und Wirklichkeit – Die Macher in den Medien
Sendung aus der Reihe WissensZeit.
Montag, 6. September: 23:25 – 1:00 Uhr auf Arte
Die Piloten:
Dokumentarfilm von Cordula Kablitz-Post.
Im Foyer der Akademie der Künste Berlin lässt Christoph Schlingensief eine riesige Drehbühne installieren, auf der er mit seinen prominenten Gästen Claudia Roth, Oskar Roehler, Rolf Hochhuth, Klaus Staeck, Hermann Nitsch, Lea Rosh, Katharina Schüttler, Rolf Zacher, Jürgen Fliege, Sido und Gotthilf Fischer die Wahrheit zwischen den Bildern sucht. Falsche und echte Prominente mit falschen und echten Geschichten sollen das Publikum misstrauisch machen gegenüber medialer Selbstdarstellung.
Hinter den Kulissen brechen Konflikte auf. Der Schlagabtausch mit der Glamrock-Showband „The Pleasures“ über künstlerische Eitelkeiten und Selbstinszenierung liefert einen Einblick in die legendäre Unberechenbarkeit Schlingensiefs. Was als Unterhaltungssendung beginnt, nimmt plötzlich eine ernste Wendung, als der Künstler erfährt, dass sein Vater im Sterben liegt. Außerdem teilt ihm Grünen-Vorsitzende Claudia Roth vor der Aufzeichnung mit, dass ihr enger Freund, der türkisch-armenische Autor Hrant Dink, vor einigen Stunden erschossen wurde. Emotional aufgewühlt machen Schlingensief und Roth sich selbst und den Tod zum Thema der „Piloten“. Nach der Aufzeichnung bricht Schlingensief die Dreharbeiten ab und reist zu seinen Eltern.
Ein halbes Jahr später werden die Dreharbeiten zur noch fehlenden „Piloten“-Sendung nachgeholt. In einem analytischen Gespräch mit Boris Groys wird das anwesende Publikum Zeuge, wie sich Schlingensief mit dem Medientheoretiker die Höhepunkte seiner medialen Selbstausbeutung ansieht und sich für den Ausverkauf öffentlich geißelt. Ihr kritisches Fazit: Unsterblichkeit durch die Medien zu erlangen, ist die Religion unserer Zeit.
Samstag, 11. September: 0:30 – 0:55 Uhr (Nacht von Sa. auf So.) auf Arte
Zapping International:Das Fernsehen der Ghanaer
Dokumentation von Kevin Morris.
Wer in der Hauptstadt Ghanas, in Accra, durch die Fernsehkanäle zappt, kann in einer ganz anderen Epoche landen. Zum Beispiel führt die lokale Fernsehserie „District Colonial Court“ den Zuschauer mitten in die Kolonialzeit der 30er Jahre. Die Hauptfigur, ein Dolmetscher, erklärt angeklagten Landsleuten, warum ihnen der Prozess gemacht wird. Dabei geht es um Fälle von Viehdiebstahl oder Vergewaltigung in den Plantagen.
Die Serie „Efiewura“ (der Eigentümer) hingegen berichtet vom Alltag in Ghana. Die Hauptfigur ist ein Hausbesitzer in Accra, der sich in das Leben seiner Mieter einmischt.
Der große Star des ghanaischen Fernsehens ist Afia Sempem, eine Art lokale Oprah Winfrey. Jede Woche spricht die ehemalige Abgeordnete im öffentlich-rechtlichen Fernsehen über Frauenthemen, die lange als Tabus galten: eheliche Gewalt, Abtreibung oder auch Kindererziehung.
Freitagabend zur Hauptsendezeit lässt der beliebte Komiker Kweku Sintim Misa in „Thank God It's Friday“ noch einmal die Ereignisse der Woche Revue passieren und persifliert sie auf äußerst amüsante Art und Weise.
Freitag, 17. September: 6:15 – 6:45 Uhr auf BR-alpha
Collegium alexandrinum: Medien unter Kontrolle? Facetten der Kommunikationskontrolle im Web
Magazin.
Mittwoch, 22. September: 0:15 – 0:45 Uhr (Nacht von Mi. auf Do.) auf BR-alpha
Made in Germany: Axel Springer – Der Stimmungsmacher
Sendung zum 25. Todestag von Axel Springer.
Samstag, 25. September: 23:30 – 0:15 Uhr auf Arte
Metropolis: Themen u. a.: Vice-Magazine – ein Geschäftsmodell der Zukunft für die Printpresse / Meet Kodachrome ist tot – Lang lebe die Legende!
Magazin.
Vice Magazine – ein Geschäftsmodell der Zukunft für die Printpresse?
Mitten in der schwersten Krise der klassischen Printmedien geht „Metropolis“ am Beispiel des höchst erfolgreichen Magazins „Vice“ der Frage nach, wie Printmedien in unserer heutigen Medienwelt nicht nur überleben, sondern wachsen und in eine erfolgreiche Zukunft blicken können.
Das 2001 in Toronto gegründete Unternehmen ist in erster Linie ein Trendmagazin, das sich damit rühmt, fester Bestandteil einer globalen Jugendkultur zu sein. Selbst im Krisenjahr 2009 hat das Vice Magazine in inzwischen 29 Länder expandiert, die weltweite Auflage auf über eine Million erhöht und insgesamt 600 Mitarbeiter beschäftigt. Zu Vice gehören aber auch die Internetfernsehsender vbs.tv und viceland.de, die mit monatlich über 500.000 Besuchern zu den erfolgreichsten ihrer Art zählen.
Doch was macht Vice anders? Als Magazin ist es provokant, unfreundlich und bedient Stereotypen. Es glorifiziert eine Jugend, die über ihre Verhältnisse lebt und auf nichts wirklich Lust hat. Vice kann man nicht kaufen, man muss in den Boutiquen und Szeneläden lesen, in denen es ausschließlich ausliegt. Im Internet wird dieses Credo viral fortgesetzt. Die Plattformen präsentieren wackelige Filme direkt aus dem Leben und hautnah an den Protagonisten. Den Leser erreicht die Botschaft, Vice ist immer vor Ort, crossmedial und mit dem Heft.
„Metropolis“ schaut hinter die Kulissen dieses Kultmagazins und fragt den Gründer Shane Smith, wie die Verdrahtung von Print und Online funktioniert. Die Vice-Redakteure werden bei der Planung ihrer ungewöhnlichen Inhalte und bei der Realisierung von Reportagen begleitet, die am Ende eines jeden Monats für aufgeregtes Blättern in Europas Szenevierteln und Internetcafés führen. Sie sind Teil einer Redaktion, die crossmedial keine Abgrenzungen mehr kennt. „Metropolis“ fragt den Medienkritiker nach seiner Einschätzung des Geschäftsmodells 2.0: Was bedeutet Vice für die Zukunft der Printmedien, vertrieblich als auch inhaltlich? Braucht es Provokation um Erfolg zu haben, oder müssen Inhalte von Grund auf anders erstellt werden? Diesen Fragen geht „Metropolis“ nach, um ganz nebenbei einen ersten Ausblick auf die Medienwelt von morgen zu geben.
Meet Kodachrome ist tot – Lang lebe die Legende!
Nur noch bis zum 23. November 2010 können Fotofilme der Marke Kodak Kodachrome 64 in die Labore nach Stuttgart und Lausanne eingeschickt werden. Danach ist Schluss! Der legendäre Fotofarbfilm Kodachrome 64 stirbt – ausgerechnet im Jahr seines 75. Geburtstags.
Seit 1935 erreicht kein anderer Diafilm die Schärfe und brillante Farbqualität des Kodachrome 64. Der Musiker Paul Simon widmet ihm 1973 mit dem Lied „Kodachrome“ sogar eine Liebeserklärung – eine Hommage an die Erinnerungen seiner Jugend: „Mama, don’t take my Kodachrome away!“ Nun verwandelt Kodak selbst Paul Simons besungene Befürchtung in bittere Realität.
Doch was geschieht, wenn sich die Fotografie nicht mehr materiell in ein Speichermedium, wie in die drei Schichten des Kodachrome 64 einschreibt, sondern sich vergleichbar mit Video- oder Fernsehbildern aus digital generierten Bildpunkten zusammensetzt? „Metropolis“ erkundet die Auswirkungen mit der Koryphäe auf dem Gebiet der „Theorie der Fotografie“, dem Publizisten und Kurator Klaus Honnef. Sicher würde uns das afghanische Mädchen, das Pressefoto des Jahres 1985 von Steve McCurry, ohne Kodachrome nicht mit seinen grünen Augen bis aufs Mark durchbohren. Jetzt gebührt ihm die große Ehre, die letzte Rolle Kodachrome 64 zu belichten und entwickeln zu lassen.
Die größten Fotografen unserer Zeit schwören immer noch auf die Emulsion mit der großen Schärfe und dem groben Korn. Doch womit arbeiten sie heute? Worin sehen sie den Unterschied zwischen analoger und digitaler Fotografie? Lise Sarfati wird uns ihre Antwort geben: Die Porträts junger Frauen auf der Suche nach ihrer eigenen Identität lassen den Moment erstarren und bestechen durch ihre einmalige Farbgebung – dank Kodachrome.
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