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Donnerstag, 8. September: 23:05 – 23:30 Uhr auf hr2

ARD-Radiofestival. Das Gespräch: Thomas Lehr befragt von Silke Behl
„Ich schreibe nicht für Leute, die beim Lesen bügeln wollen“, sagt Thomas Lehr. Und das ginge auch nicht, denn seine Bücher sind anspruchsvoll. Sie zeigen, was Literatur vermag und wie sie unsere Wahrnehmung schärft. Zuletzt legte Thomas Lehr seinen epochalen Roman „September – Fata Morgana“ vor. Wie kein anderer Autor nimmt er hier die Vor- und Nachgeschichte des 11. September 2001 in den Blick. Kritiker und politische Beobachter feierten das Buch als Sensation, als weit und breit bestes Buch zu 9/11, als eine der tiefsinnigsten Auseinandersetzungen mit den Veränderungen, die die Anschläge auf das World Trade Center auslösten. Thomas Lehr erzählt im Gespräch über Literatur und Wirklichkeit, über Poesie und das Banale in der Sprache – und über das neue Interesse an politischen Themen.

Samstag, 8. Oktober: 18:05 – 19:00 Uhr auf Deutschlandradio Kultur

Passé – Das Newsgeschäft in Momentaufnahmen
Der Puls der Zeit vibriert. Der Newswire läuft heiß. Die Aktualität brennt. Ein Schwein hat die Grippe. Ein Rind wird wahnsinnig. Fieber via Satellit. News im Sekundentakt. Zugvögel fallen vom Himmel. Ein unaufhörlicher Strom. Von Norden ein dichtes Wolkenfeld. Das Weltgeschehen wird kanalisiert. Immer auf Draht. Reporter werden stationiert. Experten herangezogen. Schlagzeilen entworfen. Online. Druckfrisch. Sendefertig. Möglichst schnell, möglichst viel, möglichst richtig.
Am 7.10.2009, vor fast genau zwei Jahren, unternahmen die Autoren den Versuch, den Puls der Zeit einzufangen. Agenturen, Reporter, Medien Rezipienten. Was wird zur Meldung, was fällt hintenrüber? Und was passiet, wenn nichts passiert?

Donnerstag, 13. Oktober: 9:05 – 9:20 Uhr auf WDR 5 und 20:15 – 20:30 Uhr auf NDR Info

Zeitzeichen. 13.10.1996: Der Todestag des „Stern“-Herausgebers Henri Nannen
Sendung von Ariane Hoffmann.
Einen gedruckten „Stern“ schaute er nur ungern an, weil daran nichts mehr zu ändern war: Henri Nannen war bekennender Perfektionist. Nach einer Buchhändlerlehre studierte er Kunstgeschichte und arbeitete im Zweiten Weltkrieg in der Propagandaabteilung der Luftwaffe. Nach dem Krieg gründete er die Tageszeitung „Hannoversche Neueste Nachrichten“ und rief 1948 die Illustrierte „Stern“ ins Leben. Wegen seines eleganten Stils nannten ihn die Mitarbeiter „Sir Henri“. Er heuerte politische Redakteure an, engagierte sich früh für eine Anerkennung der Oder/Neiße-Grenze, unterstützte später massiv die sozialliberale Koalition wegen ihrer Ostpolitik. Als der „Stern“ 1983 gefälschte Hitler-Tagebücher veröffentlichte und damit den größten Skandal in der deutschen Pressegeschichte auslöste, war Henri Nannen schon im Ruhestand. Dennoch übernahm er die Verantwortung und bezichtigte sich selbst der Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht. Heute gibt es einen nach ihm benannten Journalisten-Preis und eine Kunsthalle in seiner Heimatstadt Emden, die von seiner dritten Frau Eske geführt wird. Kurz vor seinem 83. Geburtstag starb Henri Nannen am 13. Oktober 1996.

Freitag, 14. Oktober: 20:00 – 24:00 Uhr auf NDR Kultur und WDR 5

ARD-Radionacht der Bücher – Live aus dem Großen Sendesaal des HR
Moderation: Ruth Fühner und Peter Zudeick.
Auch in diesem Jahr ist die „ARD-Radionacht der Bücher“ wieder einer der Höhepunkte der Frankfurter Buchmesse. Live in und aus dem hr-Sendesaal stellen Autoren und Autorinnen ihre aktuellen Neuerscheinungen vor. Mit dabei in diesem Jahr u. a. Ilija Trojanow, Sibylle Lewitscharoff, Franz Hohler und der Krimibestsellerautor Jussi Adler-Olsen.
Außerdem wird der Schriftsteller und Journalist Axel Hacke seinen neuen Beziehungsratgeber „Das Beste aus meinem Liebesleben“ in kleinen Kostproben vorstellen – vergnügliche Beobachtungen aus den Kampfzonen des Paarungsgeschehens.

Sonntag, 16. Oktober: 11:05 – 13:00 Uhr auf hr-2 und WDR 5

Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels an den algerischen Schriftsteller Boualem Sansal
Live-Übertragung  aus der Frankfurter Paulskirche.




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