Volltextsuche
Login
Juli 2011
Samstag, 9. Juli: 17:05 – 17:50 Uhr auf SWR 2
Zeitgenossen: Hans Christoph Buch, Schriftsteller und Journalist
Im Gespräch mit Nela Fichtner.
Sein Großvater betrieb im haitianischen Port-au-Prince eine Apotheke, sein Vater war im diplomatischen Dienst, er selbst berichtet von internationalen Konfliktregionen. Für Hans Christoph Buch ist Haiti eine zweite Heimat geworden und auch mit Afrika fühlt er sich stark verbunden. Seine gut erzählten, historischen Analysen erhellen die Gegenwart. Auch seine Prosa, die zur Groteske neigt, verbindet reale Ereignisse in unterschiedlichen Epochen und Kontinenten. Ein engagierter Autor, der sich nicht auf akribische Recherche beschränkt, sondern die eigene Beobachtung und Erfahrung ins Zentrum stellt. Hans Christoph Buch ist ein kritischer Reisender mit Blick auf die Geschichte, ein Zeitgenosse, der viel zu sagen hat.
Sonntag, 10. Juli: 11:05 – 12:00 Uhr auf NDR Info
Stimme der ersten Stunde – Die Radiolegende Axel Eggebrecht
Feature on Rosvita Krausz.
Bis zu seinem Todesjahr 1991 sprach der Literat und Rundfunkmann Axel Eggebrecht von seinem Traum, noch die Jahrtausendwende zu erleben. Auch wenn er dieses Ziel nicht erreicht hat, sein Leben umspannt fast ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte: vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung.
Seine journalistische Laufbahn begann Ende der Weimarer Republik, bei der Weltbühne, im Dritten Reich erhielt er Schreibverbot und nach 1945 baute er als ein Mann der ersten Stunde den Rundfunk der Nachkriegszeit mit auf. Für den Nordwestdeutschen Rundfunk berichtete er im Herbst 1945 viele Wochen lang täglich über den ersten Kriegsverbrecherprozess der britischen Zone.
Und nachdem er seinen Posten als Abteilungsleiter beim NWDR wegen parteipolitischer Querelen schon 1949 verlassen hatte, schrieb er als Freiberufler kontinuierlich Hörspiele, Features, Kommentare, Kolumnen: Beiträge zu einer Politisierung des Bewusstseins in einer Zeit, deren keimfreie Atmosphäre und restaurative Tendenz in Eggebrecht einen ihrer schärfsten Kritiker hatten. Ab 1963 hat er zehn Jahre lang die NDR-Rundfunkschule, das sogenannte „Nachwuchsstudio“, geleitet und sein Wissen und Können an Jüngere weitergegeben.
Dienstag, 12. Juli: 12:05 – 13:00 Uhr auf hr2 (Wh. um 23:05 Uhr)
Doppel-Kopf: Am Tisch mit Antje Starost, „Hinguckerin“
Gastgeberin: Ulrike Schneiberg.
Warum bin ich auf der Welt? Eine Frage, auf die die Antwort nicht leicht fällt. Erwachsenen zumindest. Kindern schon. Das beweist der wunderbare Film „7 oder warum ich auf der der Welt bin“, einer der besonderen Dokumentarfilme des Filmerpaares Antje Starost und Hans Helmut Grotjahn. Gut vier Jahren lang haben die beiden mit 200 Kindern in der ganzen Welt gesprochen, übers Leben, über Freude, Freundschaft und Angst, und über den Tod. Auch ihr Porträt des charismatischen ehemaligen Diplomaten und Humanisten Stephane Hessel beeindruckt durch Tiefe und Klarheit, und ihr neuestes Projekt ist ebenfalls einem außergewöhnlichen Menschen gewidmet: Freya von Moltke. Über die Kunst und Lust des Filmemachens spricht Antje Starost im Doppel-Kopf.
Dienstag, 12. Juli: 0:05 – 1:00 Uhr (Nacht von Di. auf Mi.) auf Deutschlandradio Kultur
Stimme der ersten Stunde – Die Radiolegende Axel Eggebrecht
Feature von Rosvita Krausz.
Seine journalistische Laufbahn begann in der Weimarer Republik, unter den Nazis hatte er Schreibverbot und nach 1945 baute er den Rundfunk der Nachkriegszeit mit auf. Axel Eggebrecht schrieb Hörspiele, Features, Kommentare, Kolumnen: Beiträge zu einer Politisierung des Bewusstseins in einer Zeit, deren keimfreie Atmosphäre und restaurative Tendenz in Eggebrecht einen ihrer schärfsten Kritiker hatten. Zehn Jahre lang leitete er die NDR-Rundfunkschule. Sein Traum war, die Jahrtausendwende noch zu erleben. Auch wenn er dieses Ziel nicht erreicht hat, er starb am 14. Juli 1991, sein Leben umspannt fast ein ganzes Jahrhundert deutscher Geschichte: vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung.
Donnerstag, 14. Juli: 9:05 – 9:20 Uhr auf WDR 5 und 20:15 – 20:30 Uhr auf NDR Info
Zeitzeichen: 14.7.1991: Der Todestag des Journalisten und Schriftstellers Axel Eggebrecht
Sendung von Heide Soltau.
Er prägte den Hörfunkjournalismus wie nur wenige. Er engagierte sich für den Nachwuchs und setzte Maßstäbe als Pionier des Radio-Features. Axel Eggebrecht, 1899 in Leipzig geboren, hatte politisch wechselvolle Jahre hinter sich, bevor er seine journalistische Laufbahn bei der Weltbühne begann. Er war erst rechts-konservativ, wurde dann KPD-Mitglied, trat aber desillusioniert 1925 bereits wieder aus der Partei aus.
An seiner links orientierten Gesinnung hielt er fest, schrieb Feuilletons für verschiedenen Zeitungen, Essays, literarische Texte und Filmdrehbücher. Die Nationalsozialisten sperrten den politisch unbequemen Eggebrecht einige Monate in ein Konzentrationslager. Nach seiner Entlassung konnte er sich als Drehbuchautor durchschlagen. 1945 gehörte er zu den Mitbegründern des NWDR und war eine wichtige, mahnende Stimme. Aus Protest gegen den wachsenden parteipolitischen Klüngel verließ er den Sender jedoch 1949 und arbeitete fortan als freier Autor. Kämpferisch, hellwach und bis zuletzt unbequem.
Donnerstag, 14. Juli: 22:00 – 23:00 Uhr auf MDR Kultur
Er dachte, er lebe ewig, und er tut es – Der Schriftsteller und Radiomann Axel Eggebrecht im Porträt
Feature von Kathrin Aehnlich.
Der in Leipzig geborene Axel Eggebrecht lebte und arbeitetefür das Radio. Gemeinsam mit Ernst Schnabel und Peter von Zahn baute er nach dem Zweiten Weltkrieg den Nordwestdeutschen Rundfunk (NWDR) in Hamburg auf, und leitete dort in den 1960ern und 1970ern das NDR-Nachwuchsstudio. Hier bildete er zahlreiche Journalisten aus, die ihn für seinen Enthusiasmus bewunderten und verehrten. Noch nach seinem Tod 1991 haben seine Worte Gültigkeit, ist der Optimismus, den er ausstrahlte, Ansporn für viele.
Dienstag, 26. Juli: 9:05 – 9:20 Uhr auf WDR 5 und 20:15 – 20:30 Uhr auf NDR Info
Zeitzeichen: 26.7.2001: Der Todestag des Journalisten Peter von Zahn
Sendung von Ariane Hoffmann.
Peter von Zahn war immer mittendrin: Im Zweiten Weltkrieg berichtete er als Offizier in der Propagandakompanie der Wehrmacht von den Geschehnissen an der Front. Nach dem Krieg wurde er Redakteur bei Radio Hamburg, das noch 1945 in den Nordwestdeutschen Rundfunk umgewandelt wurde. Als Studioleiter in Düsseldorf betreute er die Sendung „Von Rhein und Ruhr“. Ständige Konflikte mit Generaldirektor Adolf Grimme wegen zu provokanter Aussagen führten von Zahn 1951 ins Ausland. Er war in Amerika der erste deutsche Radiokorrespondent nach dem Krieg. Ab 1955 wurde er auch fürs Fernsehen tätig. Sein prägnanter Sprachstil mit einer eigenwilligen Betonung zeichneten ihn aus.
Insgesamt verfasste Peter von Zahn rund 3000 Hörfunkbeiträge und 1000 Fernsehfilme. Für seine gekonnte Mischung aus Dokumentation und Spielfilm erhielt er zahlreiche Auszeichnungen – darunter den Adolf-Grimme-Preis, die Goldene Kamera und den Bayerischen Fernsehpreis.
Samstag, 30. Juli: 18:05 – 19:00 Uhr auf Deutschlandradio Kultur
Ostazi – Entführt in Gaza: Petitionen für Alan Johnston
Feature von Peter Moritz Pickshau.
Der BBC-Reporter Alan Johnston wird am 12. März 2007 in Gaza von einer palästinensischen Gruppierung entführt, die sich Army of Islam nennt. Vielen Hörern des BBC World Service ist er durch seine Reportagen aus Afghanistan und Palästina bekannt geworden; zuletzt dadurch, dass er den Menschen im Gazastreifen eine Stimme gab. Während seiner Geiselhaft solidarisieren sich in zwei verschiedenen Petitionen weltweit über 180 000 Menschen mit Johnston. Nie zuvor haben sich so viele Menschen für das Leiben eines Journalisten eingesetzt.
Der Autor hat sich auf die Spur einiger Unterzeichner begeben. Er befragt sie nach ihren Motiven und lässt Alan Johnston die Erfahrungen seiner viermonatigen Geiselhaft hautnah schildern.
------------------------------
Programmänderungen sind möglich
